ChristInnen für die Friedensbewegung

Christinnen und Christen für die Friedensbewegung

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde!

Die Verhandlungen auf UNO-Ebene In New York für eine Verbotskonvention bei den Atomwaffen wurden am 7.7.2017 mit der Annahme des Vertragstextes durch die zahlreich anwesenden StaatenvertreterInnen erfolgreich beendet. Damit liegt erstmals ein völkerrechtlich verbindliches Verbot von Nuklearwaffen zur Unterschrift durch unterstützungswillige Staaten, beschlossen von einer großen Mehrheit der Staaten, auf. Das ist ein Erfolg der weltweiten Friedensbewegung und auch unserer österreichischen Aktivitäten. Im neutralen Österreich sind Atomwaffen und AKWs in der Verfassung verboten und Österreich war einer der InitiatorInnen dieser Konferenz.

Auch wenn die Atomwaffenstaaten und ihre Verbündeten (z.B. NATO-Mitglieder) dieses Abkommen bekämpfen, ist dies ein sehr wichtiger Teilerfolg in der Ächtung einer der größten Gefahren der Menschheit, nämlich die eines Atomkriegs oder eines Unfalls/Irrtums mit diesen Waffen.

Die Zivilgesellschaft, die Friedensbewegung, die MedizinerInnen gegen denAtomkrieg und das Rote Kreuz gedenken am Jahrestag des Atombombenabwurfes auf Hiroshima, Sonntag 6. August 2017 ab 18:00 Uhr in Wien am Graben/Ecke Kohlmarkt den Opfern der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki 1945.Um ca. 20:30 Uhr findet ein Laternenzug vom Graben zum Teich vor der Karlskirche statt. Dort werden die Laternen in japanischer Tradition auf das Wasser des Teiches aufgesetzt, um an die brennenden Menschen zu erinnern die im Wasser Erleichterung von ihrem Leiden suchten. Die Gedenkveranstaltung für Nagasaki findet am Mittwoch, 9. August 2017 ab ca. 20.00 Uhr bei der Friedenspagode in Wien statt.

Wir fordern gleichzeitig alle Staaten auf, das Verbotsabkommen zu ratifizieren und umzusetzen statt neue und bessere Atomwaffen zu entwickeln, wie dies derzeit passiert.

Wir, die Wiener Friedensbewegung und die Hiroshima-Gruppe Wien, ersuchen Sie unsere Hiroshima-Aktion mit einer Grußadresse zu unterstützen.

Die Grußadresse senden Sie bitte bis zum 31. Juli 2017 an das Wiener Friedensbüro
1050 Wien, Reinprechtsdorfer Straße 6/2, E-Mail: pax.vienna@chello.at


Alle Grußbotschaften werden bei der Hiroshima-Aktion präsentiert und auf unserer Homepage www.hiroshima.at veröffentlicht. Mit dem Senden der Grußadresse erklären Sie sich mit der Veröffentlichung einverstanden.

Mit einer Grußbotschaft für die Hiroshima-Aktion und mit Protestbriefen an die Botschaften der Verweigererstaaten können Sie persönlich Atomwaffen ächten und zum Erfolg eines internationalen Nuklearwaffenverbots beitragen. Bitte unterstützen Sie dieses wichtige Anliegen durch Ihr Statement und Ihr weiteres Engagement!

Für eine Welt ohne Atomwaffen, ohne AKWs und ohne Kriege!
Machen Sie mit! Setzen Sie sich dafür ein!


Mit solidarischen Friedensgrüßen
Sonja Jamkojian-Huber, Alois Reisenbichler, Ernst Toman, Helga Ungar

 

FRIEDENSTERMINE 2017
Friedensarbeit rund ums Wiener Friedensbüro

 

Die Sommerakademie
des Österreichischen Studienzentrums für Frieden und Konfliktlösung auf der Friedensburg Schlaining findet heuer zum Thema "Welt im Umbruch – Perspektiven für eine europäische Friedenspolitik“, Sonntag, 9. Juli bis Freitag, 14. Juli 2017

http://www.aspr.friedensburg.at/konferenzen-und-veranstaltungen/internationale-sommerakademie/

 

Hiroshima-Aktionen für eine Welt ohne Atomwaffen, AKWs und Krieg

In WIEN: am Hiroshima-Tag, Sonntag, 6. August 2017,
ab 18:00 Uhr Aktion Am Graben (wegen Umbauarbeiten am Stephansplatz),
20:30 Uhr Laternenmarsch zum Teich vor der Karlskirche

Nagasaki-Gedenktag, Mittwoch, 9. August 2017: Wien,
20:00 Uhr, Buddhistische Gedenkzeremonie bei der Friedenspagode, 1020 Wien

In MELK: Samstag, 12. August 2017, 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr, Gedenkaktion in der FußgängerInnenzone Melk

http://www.hiroshima.at/

 

Jägerstätter Gedenken am 8. und 9. August 2017

Dienstag, 8. August: 18:00 Uhr  Abendgebet in der Kirche St. Radegrund
Mittwoch, 9. August: 09.30 Uhr  Vortrag im Pfarrsaal Tarsdorf "Eine Wolke von Zeugen umgibt uns (Hebr 12,1). Vielfalt und Bedeutung der MärtyrerInnen der NS-Zeit" - Referent: Univ.-Prof. Dr. Józef Niewiadomski, Universität Innsbruck
13:30 Uhr: Fußwallfahrt von Tarsdorf nach St. Radegund
16:00 Uhr: Andacht zur Todesstunde von Franz Jägerstätter in der Kirche St. Radegund
18:45 Uhr: "Jägerstätter Vesper"
 
19:30 Uhr:  Gottesdienst mit Bischof Manfred Scheuer in der Kirche St. Radegund, 

https://www.dioezese-linz.at/site/jaegerstaetter/home/news/article/76173.html

 

Friedensstand beim Volksstimmefest
am 2. und 3. September 2017 auf der Wiener Jesuitenwiese, http://www.volksstimmefest.at/

Die Friedensinitiative 22
trifft sich am zweiten Dienstag im Monat um 19:00 Uhr in der Donaucitykirche,
1220 Wien, Donaucitystr. 2, U1 Kaisermühlen-VIC:
Di., 12. Sep., „Alles leiwand? Lieder und Texte vom Alltag“, mit Ernst Toman
Di., 10. Okt., Wie golden ist das Wiener Herz?
ZARA – eine Initiative gegen Rassismus – stellt sich vor
Di., 14. Nov., NATO – Was ist das? Manfred Sauer (OMEGA)
Di., 12. Dez., „Welt im Umbruch – Perspektiven für eine europäische Friedenspolitik
Bericht über die Sommerakademie der Friedensburg Schlaining von Alois Reisenbichler

Friedensbewegung in der VHS Urania
Am Donnerstag, 5. Oktober 2017, 19:00 Uhr spricht in der VHS Urania, 1010 Wien, Uraniastraße 1  Univ.-Prof. Dr. Heinz Gärtner  „Fast 260 Tage Präsidentschaft von Donald Trump – eine Bilanz“

Do., 26. Oktober 2017: Tag der immerwährenden Neutralität Österreichs
Aktion in Wien für Neutralität und gegen EU-Militarisierung (in Planung)

 

 

BETRIFFT FRIEDEN Nr. 1 / 2016

Informationsblatt
der Christinnen u. Christen für die Friedensbewegung -
Nr. 1/2016

 

Inhalt:
Ökumene: Kirchen unterstützen Friedensbemühungen in Palästina
Kaplan Franz Sieder, Er kam in sein Eigentum, doch die Seinen nahmen ihn nicht auf
Leo Gabriel, Delegierte syrischer Organisationen erarbeiten
auf Burg Schlaining Grundkonsens für ein dezentrales und neutrales Syrien
Ein Rüstungsatlas für Österreich
Gerald Mader feiert 90. Geburtstag
Erster Arbeiterpriester Österreichs feierte 90. Geburtstag
Papst Franziskus: Lohndumping ist Todsünde!
Gebet bei der Fronleichnamsprozession

 

Liebe Friedensfreundin, lieber Friedensfreund,

die Aktionsgemeinschaft Christinnen und Christen für die Friedensbewegung arbeitet heuer gemeinsam mit
Pax Christi Wien und der Wiener Friedensbewegung
in der Langen Nacht der Kirchen in der Zwinglikirche mit:

Freitag, 10. Juni 2016, 21:00 Uhr
Was wird aus Syrien? Gespräch mit Leo Gabriel,
Evang. Pfarrgemeinde H.B., 1150 Wien, Schweglerstraße 39 (U3 Schweglerstraße)

Programm der Langen Nacht der Kirchen findet man / frau unter http://www.langenachtderkirchen.at

Ökumene: Kirchen unterstützen Friedensbemühungen in Palästina
Wienerin Irene Benitez Moreno als Menschenrechtsbeobachterin des "Ökumenischen Begleitprogramms in Palästina und Israel"
in Hebron im Einsatz: "Stimmung ist unglaublich aufgeheizt und aggressiv"

Seit 2010 unterstützt der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) aktiv Friedensbemühungen im Heiligen Land. Im Rahmen der Beteiligung am "Ökumenischen Begleitprogramm in Palästina und Israel" (EAPPI) werden Freiwillige entsendet, die sich gemeinsam mit Friedensaktivisten aus aller Welt für ein Ende der Gewalt und ein friedliches und gerechtes Zusammenleben von Palästinensern und Israelis einsetzen. Zuletzt war die Wienerin Irene Benitez Moreno von Dezember 2015 bis März 2016 in Hebron (Westjordanland) als Menschenrechtsbeobachterin vor Ort. Im "Kathpress"-Interview berichtete Moreno von einem unglaublich großen Gewaltpotenzial in der Region, das wenig Hoffnung auf eine positive Zukunft mache.

An den sogenannten "Checkpoints" beobachtete die gebürtige Kolumbianerin Moreno, als Teil eines fünfköpfigen Teams die Situation, um Gewalt einzudämmen und einen möglichst respektvollen Umgang des Israelischen Militärs mit den Zivilisten zu gewährleisten. "Die Stimmung an den Checkpoints ist unglaublich aggressiv und emotional aufgeladen", so Moreno. An den vom israelischen Militär bewachten Kontrollstellen müssten die Zivilisten oft stundenlang warten, bis sie diese passieren können. Alleine dieser Umstand mache einen geregelten Alltag für die Menschen in Hebron unmöglich.

Als Beobachterin habe man zwar rechtlich keinerlei Befugnisse bei Menschenrechtsverletzungen einzuschreiten, aber allein durch die Anwesenheit könne man schon einiges erreichen, zeigte sich Moreno überzeugt. In persönlichen Gesprächen mit Palästinensern habe sie außerdem eine unglaubliche Dankbarkeit für ihre Tätigkeit erfahren: "Das Feedback von der Bevölkerung war unheimlich gut, sie grüßen dich freundlich, erzählen dir ihre Geschichte und wollen selbst alles von dir erfahren". Von Seiten der israelischen Soldaten sei die Situation ambivalent gewesen, während manche durchaus freundlich und kooperativ waren, seien andere ablehnend bis aggressiv aufgetreten.

Besonders das Schicksal der Schulkinder, die täglich die Checkpoints passieren mussten, habe sie erschüttert. Diese würden bereits auf ihrem Schulweg von den Soldaten drangsaliert. Dies beginne mit wüsten Beschimpfungen und gehe bis hin zu Schlägen und Rempeleien. "Die Gewalt war viel schlimmer als ich es erwartet hatte, das hat mich doch sehr getroffen", so Moreno. Trotzdem bereue sie es nicht an dem Einsatz teilgenommen zu haben. Die Kultur- und Sozialanthropologin hat sich bereits während ihres Studiums besonders mit Konfliktforschung auseinandergesetzt. Einen solch tiefgreifenden Konflikt unmittelbar mitzuerleben sei eine unglaublich starke und schockierende Erfahrung gewesen, so Moreno.

Die Menschen vor Ort würden mit dem Konflikt alleine gelassen und ohne Hilfe von neutraler Seite sehe sie keinerlei Chance auf eine friedlichere Zukunft in der Region, sagte die Friedensaktivistin: "Es wurden in den Jahrzehnten gegenseitig so viele Ungerechtigkeiten begangen, dass die Bevölkerung mittlerweile viel zu sehr emotionalisiert ist." Besonders die internationale Gemeinschaft habe durch die ihre von Eigeninteressen geleitete Nahostpolitik in den vergangenen Jahren immer wieder Öl ins Feuer gegossen, anstatt an einer echten Lösung des Konflikts mitzuarbeiten. Eine Mitschuld an der Situation sehe sie auch am internationalen Diskurs bezüglich der Thematik. "Ich würde mir wünschen, dass die Debatte mehr in die Tiefe geht und nicht nur einseitig an die Sache herangeht", so Moreno.

Friedensprojekt seit 2002

Das "Ökumenische Begleitprogramm in Palästina und Israel" (EAPPI) ist eine Organisation des Weltkirchenrates mit Sitz in Genf. Es setzt sich vor Ort für ein friedliches Zusammenleben zwischen Palästinensern und Israelis ein. Seit seiner Gründung im Jahr 2002 haben sich bereits mehr als 1.500 Freiwillige aus aller Welt an verschiedenen Orten in Israel und Palästina für den Frieden eingesetzt. Die österreichische Koordination für EAPPI wird von der Diakonie Auslandshilfe, dem Internationalen Versöhnungsbund und der katholischen Friedensbewegung Pax Christi im Auftrag des ÖRKÖ gemeinsam getragen. Die Einsätze der "Ökumenischen Begleiter" erfolgen ehrenamtlich und werden durch Spenden finanziert.

Die freiwilligen Begleiter stünden weder auf der Seite der Palästinenser noch auf jener der Israelis, betont der reformierte Landessuperintendent Thomas Hennefeld, der im für das Begleitprogram zuständig ist: "Wir stehen auf der Seite jener, die sich für einen gerechten Frieden einsetzen und wir sind gegen jene, die das nicht wollen", so Hennefeld. Diese Trennlinie verlaufe quer durch die israelische und palästinensische Bevölkerung. Er sehe EAPPI als erfolgreiche Möglichkeit, wie engagierte Zivilisten zu einer Deeskalation eines Konflikts beitragen könnten. Zentral sei der Schutz der Zivilbevölkerung. Dem schließt sich auch Irene Benitez Moreno an: "Es geht um Menschenrecht, da ist es ganz egal welcher Bevölkerungsgruppe oder Nation sie angehören". (Quelle: örkö-omega, 6.5.2016)

 

Kaplan Franz Sieder
Er kam in sein Eigentum, doch die Seinen nahmen ihn nicht auf

Predigt beim Friedensgottesdienst am Sonntag, 3. Jänner 2016 im Stephansdom

Das Evangelium, das wir soeben gehört haben, ist das Weihnachtsevangelium des Johannes (Joh. 1, 1 – 18). Bei Johannes gibt es keine Kindheitsgeschichte von Jesus. Unter „Wort“ ist Gott selbst gemeint. „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt“ – dann heißt das: Gott selbst hat menschliche Gestalt angenommen und hat unter uns Menschen gelebt. Eigentlich ist das das größte Ereignis in der ganzen Geschichte der Menschheit. Der Dichter Stefan Zweig hat ein Buch geschrieben mit dem Titel „Sternstunden der Menschheit“. Er berichtet da über große Gestalten in der Geschichte der Menschheit, die vieles verändert haben. Über Entdecker, Erfinder und große Geistesmenschen. Stefan Zweig hat aber auf die eigentliche Sternstunde der Menschheit vergessen – auf das Kommen des Sohnes Gottes in der Gestalt des Jesus von Nazareth. Stephan Zweig konnte über diese Sternstunde wahrscheinlich deshalb nicht schreiben, weil er Jude war. Die Menschwerdung Gottes ist ein Privileg, das nur wir Christinnen und Christen haben und sonst keine andere Religion der Welt. Das Kommen Gottes in die Welt hat uns anderes Bild von Gott gebracht. Durch Jesus hat uns Gott vermittelt, dass Er die Menschen liebt wie seine Kinder – Er hat sie gern und möchte nur ihr Bestes. Durch Jesus hat uns Gott auch eine Antwort gegeben auf die entscheidenden Sinnfragen unseres Lebens, was unsere eigentliche Aufgabe hier auf der Welt ist und wohin unser Leben führt. Er hat uns gesagt, dass unsere entscheidende Aufgabe hier auf der Welt ist, die Welt gerechter und menschlicher zu machen und vor allem, dass wir dort, wo wir stehen, versuchen sollen, die Liebe zu leben. Er hat uns auch eine Antwort gegeben auf die Sinnfrage, was nach dem Tod ist. Er hat uns gesagt, dass unser Leben nach dem Tod weitergeht und er hat uns diese Wahrheit sogar durch seine eigene Auferstehung bezeugt. Seit seinem Kommen tappen wir Menschen auf der Welt nicht mehr im Dunkeln herum. Es ist heller und lichter geworden in der Welt und in unserem persönlichen Leben.

Ich möchte aus diesem Weihnachtsevangelium des Evangelisten Johannes einen sehr schwerwiegenden Satz herausnehmen. Dieser Satz heißt: „Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf, allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht Kinder Gottes zu heißen.“ Ich möchte diesen Satz nicht so deuten, dass Gott in einem Stall zur Welt gekommen ist, weil die Eltern sonst keine Herberge gefunden haben. Ich möchte die Frage stellen, was das Aufnehmen und das Nichtaufnehmen von Gott heute bedeutet. Die Botschaft Jesu sagt uns eindeutig, dass wir IHN heute aufnehmen oder nicht aufnehmen in den Geringsten unserer Brüder und Schwestern. In der Weltgerichtsrede sagt uns Jesus eindeutig, dass wir Gott nur in unserem Mitmenschen aufnehmen oder abweisen und dass das sogar das entscheidende Kriterium dafür ist, ob im Tod einmal unser Leben von Gott angenommen wird oder nicht. In der Weltgerichtsrede sagt Jesus: „Ich war fremd und du hast mich aufgenommen. In den Ausländerinnen und Ausländern, in den Flüchtlingen begegnet uns Jesus selbst. Weihnacht ohne Einsatz für die Armen ist nicht wirklich Weihnachten. Ich möchte daher jene Deutung von Weihnachten wiedergeben, wie sie der im Konzentrationslager ermordete Dietrich Bonhoeffer ausdrückt: „Christsein heißt nicht in einer bestimmten Weise religiös sein, sondern es heißt Menschsein. Nicht der religiöse Akt macht den Christen, sondern die Teilnahme am Leiden Gottes, an der befreienden Kraft Gottes im weltlichen Leben. Unser Verhältnis zu Gott ist ein neues Leben im ‚Dasein für andere‘ – in der Teilnahme am Sein Jesu – in der Kraft Jesu – Gott in Menschengestalt.“

Die größte Herausforderung in diesem Dasein für andere ist für uns heute zweifellos die Flüchtlingsproblematik. Ich brauche Ihnen nichts über die Not der Flüchtlinge sagen und die Flüchtlingsströme. Diese Not wird Ihnen seit Monaten durch die Medien mitgeteilt. „Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf.“ Sind die Menschen, die sich auf Jesus berufen, bereit IHN in den Flüchtlingen aufzunehmen? Wie groß ist die Aufnahmebereitschaft im sogenannten christlichen Europa?

Es wäre unfair zu sagen, dass die Flüchtlinge nicht aufgenommen werden. Es wurde und wird viel für die Flüchtlinge getan. Nichtaufnahmebereitschaft möchte ich jenen zuschreiben, die gegen Ausländerinnen und Ausländer hetzen – auch jenen Parteien, die AusländerInnenhass predigen und dadurch das menschliche Klima in unserem Land vergiften. Sicher ist auch die Frage berechtigt, ob das Boot voll ist. Diese Frage bin ich aber erst dann berechtigt zu stellen, wenn ich schon große persönliche Opfer für die Flüchtlinge erbracht habe. Ich würde das ähnlich sehen, wie wenn einer / eine die Frage stellt, ob er / die die kranke, pflegebedürftige Mutter, die er / sie schon jahrelang gepflegt hat, in ein Heim geben soll, weil er / sie einfach nicht mehr die Kraft für die Pflege hat. Auch die Politik ist in der Flüchtlingsproblematik sehr gefordert. Wenn es überhaupt einen Sinn macht, von einer christlichen Politik zu sprechen, dann kann eine christliche Politik nur nach dem bewertet werden, ob es eine Politik ist, die in ihrer Intention immer die Schwachen, die Armen, die Flüchtlinge im Blickpunkt hat.

Es ist wichtig auch die Ursachen der Armut zu beseitigen. Die Flüchtlingsströme werden nicht zu Ende sein, wenn der Krieg in Syrien beendet ist. Die Flüchtlingsströme werden erst dann verebben, wenn unsere Welt gerechter wird – wenn die Kluft zwischen Arm und Reich nicht mehr auseinandergeht und wenn die Umwelt nicht zerstört wird – so dass in manchen Gebieten der Welt durch das Ansteigen des Meeresspiegels oder durch atomare Verseuchung die Menschen dort überhaupt nicht mehr leben können. Sie müssen fliehen. Wir brauchen nicht nur Nächstenliebe und Caritas – wir brauchen auch Gerechtigkeit. Gerechtigkeit, das sind vor allem gerechte Strukturen auf unserer Welt, die allem Menschen auf Erden ein menschenwürdiges Leben ermöglichen. Gerechtigkeit ist in Strukturen gegossene Liebe. Der Kapitalismus ist in Strukturen gegossener Egoismus. Die neoliberalen Wirtschaftsstrukturen sind nur auf Profitmaximierung ausgerichtet – auf dass „noch reicher werden“ und nicht auf das Wohl der Menschen. Es ist schön, wenn der Herr Zuckerberg von seinen 44 Milliarden Euro an Privatvermögen 99 Prozent für Sozialprojekte spenden möchte, er wird trotzdem noch reich sein. Gerechtigkeit würde verlangen, dass es Gesetze und Strukturen gibt, die es verhindern, dass der Herr Zuckerberg so reich wird. Die 86 reichsten Menschen der Erde besitzen genau so viel wie die untere Hälfte der Menschheit – wie dreieinhalb Milliarden Menschen. Das ist ein Skandal. Die Umverteilung von Reich zu Arm darf nicht von der Spendenfreudigkeit Reichen abhängen, sondern muss durch einen strukturellen Mechanismus geschehen. Das Gemeinwohl hat immer Vorrang vor dem Privateigentum.

Wenn unsere Welt eine Zukunft haben soll, dann ist es daher notwendig, es sich mit den neoliberalen Wirtschaftsstrukturen anzulegen, weil die Strukturen dieses Wirtschaftssystems nur von der Habgier getrieben sind. Wenn es zu keiner Änderung dieses Wirtschaftssystems kommt, dann können wir die Gerechtigkeit auf unserer Welt vergessen, dann kann es auch sein, dass weltweit nicht nur Millionen, sondern Milliarden auf der Flucht sind, weil sie in ihrer Heimat keine Zukunft mehr haben. Für den Frieden nur zu beten, ist auch zu wenig. Gott wirkt dann mit uns mit, wenn wir uns mit ihm engagieren, diese Welt menschlicher, gerechter und friedlicher zu machen.

Buchtipp: Franz Sieder: Gegen den Strom
Das Buch „Gegen den Strom – Politische Predigten und Reden, Band 3“ kann bei der Solidarwerkstatt Linz, 4020  Linz, Walterstraße 15, office@guernica-verlag.at , Euro 17, bestellt werden.

 

 

Leo Gabriel
Delegierte syrischer Organisationen erarbeiten
auf Burg Schlaining Grundkonsens für ein dezentrales und neutrales Syrien

Vom 27. bis 30. April fand am Österreichischen Studienzentrum für Friedens- und Konfliktforschung auf Burg Schlaining im südlichen Burgenland eine Friedenskonferenz der besonderen Art statt. Die 28 ausschließlich syrischen TeilnehmerInnen, unter denen sich namhafte OppositionspolitikerInnen, VerfassungsexpertInnen, muslimische Gelehrte und Vertreterinnen von Frauenorganisationen aus 8 verschiedenen Städten befanden, hatten es sich zur Aufgabe gestellt, die Grundlagen einer zukünftigen Verfassung zu erarbeiten.

„Syrien ist ein demokratischer nicht-sektiererischer Staat, der auf den Grundsätzen voller und gleicher Staatsangehörigkeit, auf politischem Pluralismus und Dezentralisierung aufgebaut ist, ...“ Mit dieser utopisch klingenden Erklärung beginnt ein Achtpunkteplan, der vergangenen Samstag im Presseklub Concordia von der Internationalen Initiative www.peaceinsyria.org vorgestellt wurde, der auch der österreichische Journalist und Sozialanthropologe Leo Gabriel angehört.

Auf die Einladung von islamistischen Hetzern habe man verzichtet, stellte Scheich Riyad Drar aus der vom Islamischen Staat besetzten Erdölstadt Deir Azzor namens des syrischen Organisationskomitees klar. Alle Teilnehmenden hätten den Mut bewiesen, einen Grundkonsens zu unterschreiben, „auch wenn sie nicht mit allem voll einverstanden waren“. Die TeilnehmerInnenliste reichte vom Nationalen Koordinationskomitee über den Syrischen Nationalkongress bis zur kurdischen PYD. Jesiden und assyrische Christen und Christinnen waren ebenso vertreten, wie VerfassungsrechtlerInnen, MenschenrechtsanwältInnen und IslamexpertInnen. Für die Koordination mit UNO-Vermittler Staffan de Mistura sorgte u.a. Madjoleen Hassan, die dessen Konsultativrat angehört.

Der künftige Staat soll dezentral und neutral gegenüber allen Ethnien und Religionen sein, die klassische Gewaltenteilung in Exekutive, Legislative und Judikative einführen und die Unabhängigkeit der Justiz garantieren. Frauen sollen nicht nur Zugang zu allen politischen Ämtern haben, sondern in allen gewählten Gremien mit einer Quote von mindestens 30 Prozent vertreten sein.

Vorwürfe, dass Minderheiten bei der Konferenz zu Lasten der sunnitischen Araber überrepräsentiert gewesen seien, wies Scheich Riyad Drar zurück. Die vier sunnitischen Scheichs verträten mit ihren Stämmen eine ausreichend große Bevölkerungsgruppe, um ihre Interessen durchzusetzen. Der Achtpunkteplan fließt als Input in die Agenda von Staffan de Mistura für die Genfer Friedensgespräche ein, wo ja die kurdische PYD auf Druck der Türkei nicht vertreten ist. Finanziert wurde die auch vom österreichischen Außenministerium politisch und praktisch (durch eine bevorzugte Visaerteilung) unterstützte Konferenz von der norwegischen Nichtregierungsorganisation KARIBU.

 

Abschlusserklärung der Konferenz über eine „zukünftige syrische Verfassung“

Syrische Persönlichkeiten – PolitikerInnen, JuristInnen und AktivistInnen der Zivilgesellschaft –unterschiedlicher politischer Ausrichtungen, aus verschiedenen Regionen Syriens und diversen syrischen Gruppierungen, folgten der Einladung der Internationalen Initiative „Peace in Syria“, www.peaceinsyria.org, und nahmen an einer Konferenz teil, um über eine Reihe von Verfassungsprinzipien zu diskutieren und damit zu den Bemühungen um das Erarbeiten einer Verfassung für das zukünftige Syrien beizutragen und den Weg für einen Grundkonsens zwischen allen Teilen der syrischen Gesellschaft zu ebnen.

Die KonferenzteilnehmerInnen einigten sich auf folgende Empfehlungen, die ihre eigene Sichtweise widerspiegeln:

1. Syrien ist ein demokratischer nicht-sektiererischer Staat, der auf den Grundsätzen voller und gleichwertiger Staatsangehörigkeit, auf politische, Pluralismus und Dezentralisierung bei der Gewaltenaufteilung zwischen Zentral- und Regionalregierungen aufgebaut ist und die Einheit des syrischen Staatsgebiets aufrechterhält.

2. Der syrische Staat verpflichtet sich der absoluten und umfassenden Neutralität gegenüber allen Ethnien und Religionsgemeinschaften, respektiert alle Konfessionen und behandelt alle Menschen gleich, ohne sie wegen ihres Geschlechts, ihrer Rasse, Religion, Ethnie, Konfession, ihres Glaubensbekenntnisses oder ihres wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Status zu diskriminieren.

3. Einführung der Gewaltentrennung zwischen Legislative, Exekutive und Judikative und die Gewährleistung der Unabhängigkeit der Justiz.

4. Alle Staatsbürger und Staatsbürgerinnen haben das Recht nach der Maßgabe ihrer Qualifikationen öffentliche Posten und Ämter zu bekleiden.

5. Das syrische Volk zeichnet sich durch ethnische, religiöse (1) und kulturelle Diversität aus. Es lebt in Eintracht zusammen und setzt sich für das gemeinsame Wohlergehen ein.

6. Die Verfassung garantiert gleiche nationale Rechte für alle Ethnien des syrischen Volkes(2), und zwar in Übereinstimmung mit internationalen Abkommen und Konventionen.

7. Die allgemeinen Freiheiten des syrischen Volkes werden in Übereinstimmung mit der internationalen Menschenrechtsgesetzgebung, wie auch gemäß dem Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte, dem Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte und allen anderen internationalen Abkommen gewährleistet.

8. Die Verfassung garantiert die Rechte der Frauen auf umfassende und gleichwertige Staatsangehörigkeit. Der Staat verpflichtet sich, Frauen zu ermöglichen, am öffentlichen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Leben zu partizipieren. Außerdem verpflichtet sich der Staat, Frauen als Entscheidungsträgerinnen zu fördern. Ferner sollen Frauen in allen eingesetzten und gewählten Gremien mit einem Anteil von mindestens 30%, der bis zum Gleichstand angehoben werden kann, vertreten sein. Weiters garantiert der Staat Frauen das Recht, ihre Staatsbürgerschaft an ihre Ehemänner und Kinder weiter zu geben und die Rechte der Kinder im Einklang mit internationalen Abkommen zu gewährleisten.

(1) Mit religiöser Diversität in Syrien sind folgende Religionen, Islam, Christentum, Judentum und Yesidentum gemeint.
(2) Mit Ethnien des syrischen Volkes sind Araber, Kurden, Syrisch-Assyrer, Turkmenen, Armenier und Tscherkessen gemeint.

 

Ein Rüstungsatlas für Österreich

Die Friedensbewegung Pax Christi Österreich beschäftigte sich bei ihrer diesjährigen Generalversammlung am 11. und 12. März 2016 in Linz mit der Rüstungsproduktion in Österreich.

Nach Schätzungen von Experten hat die Rüstungswirtschaft (inkl. Zulieferfirmen) ein Volumen von 3 Mrd. Euro; 2,5 Mrd. Euro gehen davon in den Export. (Österreich ist damit der 25. wichtigste Rüstungsexporteur der Welt.)

Immer wieder tauchen Waffen von österreichischen Herstellern in unterschiedlichen Kriegs- und Krisengebieten auf, obwohl Waffenlieferungen an kriegsführende Staaten eigentlich per Gesetz verboten sind. Erst vor Kurzem wurde wieder ein Fall bekannt, wo der Export von Splittergranaten und Granatenwerfern an die Arabischen Emirate genehmigt wurde, obwohl diese in den Konflikt im Jemen involviert sind.

Pax Christi Österreich plant mit anderen Friedensorganisationen gemeinsam einen Rüstungsatlas zu erstellen. Solche Atlanten gibt es schon in einigen deutschen Bundesländern. Diese geben jeweils Auskunft darüber, wo sich Produktionsstätten für Rüstung, dual use (für zivile und militärische Anwendung geeignet) oder Zulieferfirmen befinden, welche militärischen Forschungseinrichtungen es gibt und wo sich Einrichtungen des Militärs befinden. Manche Atlanten nehmen zum Kontrast noch Einrichtungen von Friedens- und Menschenrechtsorganisationen auf. Als Vorbild dient der Rüstungsatlas aus Nordrhein-Westfalen.

Eine Kerngruppe rund um den steirischen Friedensaktivisten Franz Sölkner wird sich in den nächsten Jahren um die akribische Sammlung von Daten bemühen, um so in ein bis zwei Jahren einen „Rüstungsatlas Österreich“ publizieren zu können. Damit sollen Unschuldsvermutungen hinterfragt und beweisbare Fakten bekannt gemacht werden.

Infos: Franz Sölkner, Steirische Friedensplattform, franz.soelkner@thalbeigraz.at

 

Gerald Mader feiert 90. Geburtstag

Gerald Mader gründete vor rund 30 Jahren das Friedenszentrum in Stadtschlaining. Am 1. April feiert er seinen 90. Geburtstag. Mader ist in Payerbach geboren, war Anwalt in Mattersburg und 13 Jahre Landesrat für Kultur und Soziales.

Gerald Mader hat sich erst vor etwas mehr als einem Jahr, mit 88, aus dem Friedenszentrum auf Burg Schlaining zurückgezogen. Bis dahin arbeitete er unermüdlich und ehrenamtlich für sein Lebenswerk. Ein Pensionsschock sei ihm erspart geblieben, sagte Gerald Mader. „Ich habe insofern keinen Pensionsschock erlitten, weil ich mir eine neue Aufgabe gestellt habe, nämlich ein Buch zu schreiben. Es war so, dass der Universitätsrat mich aufgefordert hat, ein Buch über Schlaining zu schreiben“, so Mader.

Das Friedenszentrum auf Burg Schlaining gründete er Mitte der Achtziger Jahre, nach seinem Abgang aus der Politik. Er war von 1971 bis 1984 Landesrat für Kultur und Soziales. Nach innerparteilichen Konflikten in der SPÖ stieg er aus. Mit 58 Jahren ging er nicht etwa in Pension, sondern nach Stadtschaining. Er sammelte Geld, ließ die Burg renovieren, begann mit dem Aufbau des Friedenszentrums.

Baut Friedenszentrum auf

Viele hätten ihn damals für verrückt gehalten, so Mader. „Eine Woche bin ich in Schlaining von Haus zu Haus gegangen, um zu sehen ob die Leute bereit sind mir zu helfen. Ich habe in dieser Woche 100.000 Schilling gesammelt. Die Leute haben mir nachher gesagt, dass sie nicht geglaubt hätten, dass das funktioniert, aber wenn sich jemand so engagiert, muss man ihm helfen“, schilderte Mader. Schlaining etablierte sich schnell zu einem international anerkannten Friedenszentrum.

Mader war immer ein Querdenker. Das mag einer der Gründe gewesen sein, warum ihn die Landespolitik, auch seine eigene Partei, beim Aufbau des Friedenszentrums, nicht immer unterstützt hat. Eine Ausnahme sei Landeshauptmann Karl Stix gewesen, so Mader. „Er war ursprünglich innerparteilich auch ein Gegner von mir, aber wie ich ihn angerufen habe, haben wir fünf Stunden gesprochen und haben alles aus der Vergangenheit geklärt und er wurde gleichzeitig ein begeisterter Anhänger des Schlaininger Projektes. Dafür bin ich ihm heute noch dankbar“, so Mader.

Engagieren hilft

Sich für eine gute Sache zu engagieren, helfe auch beim Alt werden, so Mader. Er hat Schlaining aufgebaut - es loszulassen, fällt nicht ganz leicht. „Mit hat jemand gesagt, solange ich dort war waren wir eine Familie, jetzt seien sie eine Firma. Auch in einer Familie gibt es Streitereien, es geht immer nur darum, wie man sie löst“, sagte Mader.

Gerald Mader ist bis heute sehr an internationaler Politik interessiert und bestens informiert. Der 90-Jährige fährt regelmäßig nach Bad Tatzmannsdorf um im Kaffeehaus Zeitungen zu lesen. (Quelle: ORF Burgenland)

Buchtipps:

Thomas Roithner, Ursula Gamauf-Eberhardt: Am Anfang war die Vision vom Frieden, Wegweiser in eine Zukunft jenseits von Frieden und Gewalt, Festschrift zum 90.Geburtstag von Gerald Mader, mit Beiträgen u.a. von Ekkehart Krippendorff, Johan Galtung, Dieter Senghaas, Michael Bünker, Noam Chomsky, Jean Ziegler und Manfred Sauer (über den Hiroshimatag), Wien 2016, Verlag Kremayr & Scheriau.

Gerald Mader, Von der Utopie zur Wirklichkeit – Friedensarbeit in Stadtschlaining: Rückschau und Reflexion, Wien 2016, Verlag Morawa

 

Erster Arbeiterpriester Österreichs feierte 90. Geburtstag

Rudolf Wimhofer, erster Arbeiterpriester der Diözese St. Pölten und wahrscheinlich auch der erste Arbeiterpriester in Österreich, feierte seinen 90. Geburtstag. Er lebt jetzt in Traisen und arbeitete über viele Jahre in Fabriken – mitten unter den Arbeiterinnen und Arbeitern, wo er das Evangelium verkündete. Rudolf Wimhofer hat Anfang der 80er Jahre auch bei der NÖ Friedensbewegung mitgearbeitet.

Franz Sieder, einer der letzten Arbeiterpriester Österreichs und guter Freund Wimhofers, berichtet: „Die Arbeiterpriester sind in Frankreich entstanden. Vor 50 Jahren gab es in Frankreich riesige Gebiete, die für die Kirche über die pfarrliche Pastoral nicht mehr erreichbar waren. Man musste neue Wege gehen um diese Arbeiterregionen gleichsam missionarisch zu beackern.“ Hunderte Priester hätten sich entschieden ihr Priestersein so zu leben, dass sie selbst als Arbeiter in die Fabrik gehen, um ganz in der Arbeitswelt präsent zu sein und hautnah das Leben mit den Arbeitern zu teilen. Sie hätten sich gesagt: In diesem Milieu, das der Kirche entfremdet ist, müssen wir die Botschaft Jesu vorrangig durch unser Leben verkünden. In Paris sagte einmal der Arbeiterpriester Jean Perrot, der schon zwölf Jahre in einer Flugzeugfabrik gearbeitet hat Folgendes zu Sieder: "Weißt Du, für mich als Arbeiterpriester ist das Wichtigste, dass mein Leben für die Arbeiter völlig wahr und durchsichtig ist. Ich habe keine Geheimnisse vor den Arbeitern. Ich haben auch keine Taktik, wie ich ihnen begegne. Die Arbeiter wissen, wie ich meine Freizeit verbringe und sie wissen auch, wie ich als Priester meinen Zölibat lebe. Die Glaubwürdigkeit und Durchsichtigkeit ist ungeheuer wichtig.“

Ein solcher Arbeiterpriester sei auch 17 Jahre lang Rudolf Wimhofer im Voest-Alpine-Werk in Traisen gewesen. Er habe – so Sieder - mit allen Konsequenzen die Arbeit mit seinen Kollegen geteilt und auch in einer Arbeitersiedlung gelebt. Sein Leben sei in allem wahr und durchsichtig gewesen. Sieder weiter: „Ich habe Rudolf Wimhofer schon gekannt, als er noch als Kaplan in Wieselburg sehr fruchtbar in der Katholischen Arbeiterjugend und Katholischen Arbeitnehmer/innen-Bewegung gewirkt hat.“ Er wollte nicht vor der normalen Seelsorge in der Pfarre „fliehen“, weil er in sich eine Berufung spürte, ein Arbeiterpriester zu sein. Dieses der Kirche entfremdete Arbeitermilieu habe es nicht nur in Frankreich gegeben, sondern auch hierzulande. Bischof Franz Zak sei es damals nicht leicht gefallen, diesem seinem Wunsch zu entsprechen. Der Bischof sagte zu Sieder: "Ich habe Rudolf Wimhofer nicht geweiht, dass er in die Fabrik arbeiten geht, aber es kann sein, wenn er nicht arbeiten gehen kann, dann hört er vielleicht als Priester ganz auf – und deshalb lasse ich ihn arbeiten gehen.“

Rudolf Wimhofer habe sein Arbeiterpriestersein so konsequent gelebt, dass er auch kein Gehalt mehr von der Kirche bekam. Auch in seiner Pension als Priester habe er nur seine Arbeiterpension bekommen und nichts von der Diözese. Das sei und war sein eigener Wunsch. Vielfach habe er auch ausgeholfen und Gottesdienste in verschiedenen Pfarren zelebriert. Zu seinen Arbeiterkollegen habe er dann manchmal - so berichten es Kollegen - im „Arbeiterjargon“ wertschäftzend gesagt: „Am Sonntag gehe ich 'pfuschen'“.

Sieder zum christlichen Zeugnis des Jubilars: „Rudolf Wimhofer war bemüht durch viele Jahre das Evangelium durch sein Fabriksarbeiterleben als Staplerfahrer zu verkünden. Ich denke, dass es notwendig ist, dieses stille Zeugnis auch einmal öffentlich zu würdigen.“

„Das Priestersein wird nicht nur verwirklicht in der Spendung der Sakramente, sondern es wird vielmehr verwirklicht durch ein glaubwürdiges Leben, in dem Christus und seine Botschaft durchleuchtet. Ich neige mich in tiefer Ehrfurcht vor dem bescheidenen und großen Lebenswerk des Rudolf Wimhofer“, so Franz Sieder. Quelle: Diözese St. Pölten

 

Papst Franziskus: Lohndumping ist Todsünde!

Seinen eigenen Reichtum auf der Ausbeutung anderer aufzubauen, ist „Blutsaugertum” und Todsünde. Das sagte Papst Franziskus an 19. Mai 2016 in der Morgenmesse in der vatikanischen Casa Santa Marta.

Er nahm vor allem die in Italien, aber auch anderen Ländern weit verbreitete Unsitte aufs Korn, befristete Verträge anzubieten, die keinerlei Pensionsansprüche und soziale Sicherheit bieten. Dieses sogenannte Lohndumping sei modernes Sklaventum, das aufs Schärfste zu verurteilen sei. „Denken wir nur im Hier und Heute: Auf der ganzen Welt passiert das gleiche. ,Ich will arbeiten’ – gut; sie bieten dir einen Vertrag an. Von September bis Juni. Ohne die Möglichkeit einer Rente, ohne Krankenversicherung… Im Juni setzen sie den Vertrag aus,, im Juli und August muss der Arbeitnehmer Luft essen. Und im September bekommt er den Vertrag wieder. Die, die das machen, sind wahre Blutsauger und leben von den Blutspenden der Menschen, die sie zu Arbeitssklaven machen!“

Die Praxis der befristeten Arbeitsverträge, die den Arbeitnehmer insbesondere über die Sommermonate ohne Gehalt und Broterwerb lassen, hat in Italien bis in den Staatsdienst Einzug gehalten. Sogar Aushilfslehrer müssen für die Sommermonate Arbeitslosenunterstützung beantragen, die in den seltensten Fällen zeitnah und in ausreichendem Maße bewilligt wird. Diese Unsitte werde bereits in der Bibel verurteilt, sagte der Papst und bezog sich auf die Lesung des Tages aus dem Jakobusbrief, in dem „die Schreie“ der Arbeiter bis zu Gott hallen. „Der Reichtum an sich ist etwas Gutes“, stellte der Papst klar, aber er sei relativ zu sehen, nicht absolut. Es sei falsch, eine „Theologie des Wohlstands“ zu entwickeln nach dem Motto: „Gott zeigt dir, dass du würdig bist, wenn er dir viel Reichtum gibt“.

„In der Audienz gestern haben wir über den reichen Mann und Lazarus meditiert. Dieser Reiche lebte in seiner Welt, er merkte gar nicht, dass es auf der anderen Seite seiner Tür jemanden gab, der Hunger litt. Aber das hier ist schlimmer: Menschen zu einem Hungerlohn arbeiten zu lassen, um selbst Profit daraus zu ziehen. Vom Blut dieser Menschen leben. Das ist Todsünde! Und es braucht sehr viel Reue, es muss sehr viel rückerstattet werden, um sich von dieser Sünde loszukaufen.”

Das sei, so wiederholte Franziskus, moderne Sklaverei. Zwar führe man dazu nicht nach Afrika, um Sklaven für Amerika zu bekommen, doch die Sklaverei geschehe hier und jetzt, in unseren Städten und vor unseren Augen. „Denken wir an das heutige Drama: das Ausbeuten der Menschen, das Blut dieser Menschen, die Sklaven werden, die Menschenhändler, und darunter nicht nur die, die Prostituierte und Kinder für Kinderarbeit verkaufen, sondern dieser sozusagen ,zivilisierte’ Menschenhandel: Ich bezahle dich bis hierher, ohne Ferien, ohne Krankenversicherung, ohne… Alles schwarz… Aber ich werde reich! Möge der Herr uns verstehen lassen, was uns Jesus im heutigen Evangelium sagt: Ein Glas Wasser im Namen des Herrn ist wichtiger als alle Reichtümer, die auf Ausbeutung beruhen.“ Quelle: ZENIT

 

Gebet bei der Fronleichnamsprozession

Bei der Fronleichnamsprozession der Pfarren Emmaus am Wienerberg, St. Nikolaus und Don Bosco Inzersdorf wurden nicht nur Tafeln wie „Jesus is ma net wurscht“ mitgetragen, sondern in den Gebeten die zentralen Fragen des Engagements für eine menschlichere Welt benannt:

„Wir sollen immer bei der Wahrheit bleiben, und uns keiner Ungerechtigkeit beugen.
Wir wollen frei sein von Furcht, und gewaltfrei miteinander leben.
Wir wollen uns unsere Träume nicht nehmen lassen, in Frieden leben und ihn erlebbar machen.
Wir wollen an einer gerechten Welt bauen, und das Gute im anderen sehen, nicht das Schlechte.
Wir wollen für deine Schöpfung Sorge tragen sowie verantwortungsbewusst und sorgsam handeln.
Wir wollen teilen mit denen, die es nötig haben, Unrecht verurteilen und es beim Namen nennen.
Wir wollen alle Lebewesen mit Respekt behandeln, und die Vielfalt deiner Geschöpfe achten.
Wir wollen uns in Einschränkung und Verzicht üben, deine Gaben als Geschenke wahrnehmen.
Wir wollen uns für die Rechter der Kinder und die Rechte der Verfolgten einsetzen.
Wir sollen uns für das Recht der Meinungsäußerung einsetzen.

Wir wollen uns für die Gleichberechtigung aller Menschen einsetzen.
Wir wollen gegen die Ausbeutung von Frauen und Kindern aufstehen.
Wir wollen gegen die Ausbeutung von Menschen in der Arbeitswelt aufstehen.
Wir wollen gegen die Zerstörung der Natur und für eine menschliche Welt aufstehen.
Wir wollen deine Botschaft und deine Liebe zu den Menschen tragen.
Wir wollen dich und deine Schöpfung preisen und loben.
Wir wollen Toleranz und Vergebung leben und verkünden.
Wir wollen Respekt und Offenheit leben und verkünden.
Wir wollen frei sein, stark sein, aufrecht gehen und träumen dürfen.
Wir wollen Christinnen und Christen sein.“

Und am Ende des Gottesdienstes wurde für „REQUIEM – RELIGIÖSE GEDENKFEIER für die Opfer an der EU-Außengrenze anlässlich des Internationalen Flüchtlingstages“ am Freitag, 17. Juni 2016 ´geworben.

 

Termine & Infos

Arge Schöpfungsverantwortung
Sonntag, 12. Juni, 15:00 Uhr, Pannonische Messe von Toni Stricker, Ehrfurcht vor der Schöpfung, konzertante Aufführung, St. Peter, 1010 Wien, Petersplatz 6, Infos: www.argeschoepfung.at

Evangelische Akademie
Freitag, 17. und Samstag, 18. Juni, „Der Zukunft vertrauen in Freiheit und Verantwortung. 3. Internationale Tagung des Projekts Frauen und Reformation“, Die Tagung betont den europäischen Aspekt der Herausforderungen gesellschaftlicher Transformationsprozesse und der Zukunftsgestaltung in multiethnischen, multikulturellen und multireligiösen Gesellschaften. Internationale Referent_innen aus den Fachbereichen Theologie, Naturwissenschaften, Zivilgesellschaft, Geistes- und Sozialwissenschaften thematisieren den gesellschaftlichen Wandel und seine Auswirkungen auf die Lebensbedingungen und Perspektiven von Menschen in den einzelnen Ländern und in Europa. Freiheit – Politik - Verantwortung – Zukunft sind zentrale Begriffe der Tagungsarbeit sein. Vorträge und Inputs wechseln mit Open Space und Arbeiten in Workshops. Infos: http://frauenundreformation2017.at/node/16

SADDOC
Sonntag, 19. Juni 2016, 15:00 -18:00 Uhr , Stadtspaziergang Afrikanisches Wien, Treffpunkt: Mohnenapotheke, Wien 1., Wipplingerstraße 12
Donnerstag, 23. Juni 2016, 19:00 Uhr, Überwindung von Armut in Südafrika, Am Beispiel des Townships Masiphumelele bei Kapstadt, Lutz van Dijk (HOKISA, Kapstadt), SADOCC-Bibliothek, 1040 Wien, Favoritenstraße 38/Stiege 18/1

Requiem für die Opfer an der EU-Außengrenze
Religiöse Gedenkfeier anlässlich des internationalen Flüchtlingstages, Freitag, 17. Juni, 19:00 Uhr, Pfarrzentrum Don Bosco, 1230  Wien, Don Bosco-Gasse 14, Infos: http://www.pfarrnetzwerkasyl.at/

Festival des politischen Liedes
Vom Freitag, 17. bis 19. Juni 2016 im Europacamp in Weißenbach amn Attersee, u.a. mit Sine Frontera (aus Italien), The Movement (aus Dänemark), Itziarren Semeak (aus dem Baskenland), Stockkampf (aus Innsbruck), Lev Bro (aus Wien), Chili & The Whalekillers (aus Salzburg), Paul Wako (aus Graz), Tommy Wieso & Agnes Deshalb (A), Ernesto Schwarz (Deutschland), Contigo (A / Chile), BlauCrowd DJ Team (aus Linz), DJ Markus Netter (aus Wien), Infos: http://kv-willy.at/

Ökumenische Gottesdienste Karl-Marx-Hof
finden jeweils um 10:00 Uhr in den Räumen des PensionistInnenclubs, Eingang Grinzinger Straße, Ecke Heiligenstädter Straße statt: Sonntag, 5. Juni und Sonntag 3. Juli .

Pax Christi Tirol:
Mittwoch, 8. Juni, 19.00 Uhr, 50 Jahre Katakombenpakt, Das „geheime“ Vermächtnis des II. Vatikanischen Konzils, Haus der Begegnung, Rennweg 12, Am 16. November 1965 unterzeichneten zunächst vierzig – später fünfhundert – Konzils-Bischöfe den Pakt. Sie verpflichteten sich dann zu einer dienenden und armen Kirche. Vieles was Papst Franziskus heute sagt und tut, steht in dieser Tradition.
Aus diesem Anlass fand im November 2015 in Rom ein großes, internationales Treffen statt. Gotlind und Ignaz Hammerer nahmen an der Versammlung „Katakombenpakt erinnern und erneuern“ teil und berichten uns davon.
Freitag, 10. Juni,  Friedensgebet mit Flüchtlingen im Rahmen der „Langen Nacht der Kirchen“, Friedensgebet mit Flüchtlingen im Rahmen der „Langen Nacht der Kirchen“, Innsbruck, Hofkirche, Universitätsstraße 2

Friedensstand bei der Kri-Lit – den Kritischen Literaturtagen
vom 10. bis 12. Juni 2016 im KunstSozialRaum Brunnenpassage, Brunnengasse 71/Yppenplatz in  Wien-Ottakring, Öffnungszeiten: Freitag, 10. Juni: 14:00 bis 20:00 Uhr, Samstag, 11. Juni: 12:00 bis 20:00 Uhr, Sonntag, 12. Juni: 12:00 bis 17:00 Uhr,
Infos: https://krilit.wordpress.com/

Pax Christi Wien
trifft sich wieder am Montag, 13. Juni 2016  um 18:00 Uhr in der Alten Burse, 1010 Wien, Sonnenfelsgasse 19 (U3 Stubentor).

Katholische Sozialakademie
Donnerstag, 23. Juni, 8:30 Uhr - 10:00 Uhr: ksoe-Frühstück „Gesellschaftlicher Wandel - kompetente Gestaltung“ im JesuitenFoyer, Bäckerstraße 18, 1010 Wien mit S.Rosenberger (Univ.-Prof.in, Institut für Politikwissenschaften der Uni Wien), G.Lindner und M. Appel (Lehrgang Soziale Verantwortung, ksoe)

KAB Vesper
Die Vesper der Katholischen ArbeitnehmerInnenbewegung St. Pölten findet jeden letzten Sonntag im Monat (außer in den Sommermonaten) um 19:00 Uhr (Achtung: NEUER Beginn) im Jugendhaus Schacherhof in Seitenstetten (Bezirk Amstetten) statt.

Friedensstand am Donauinselfest
auf der Gewerkschaftsinsel bei der Gewerkschaft VIDA vom 24. bis 26. Juni 2016 http://www.donauinselfest.at/

Friedensburg Schlaining
Sommerakademie 3. – 8. Juli Sommerakademie:
Um Gottes Willen - Die ambivalente Rolle von Religion in Konflikte
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Im Namen der Religion wird jeden Tag Gewalt gegen Menschen ausgeübt: In Zentralafrika und Nigeria terrorisieren “christliche” und “islamische” Milizen die Zivilbevölkerung. Auch von buddhistischer Seite kommt es in Sri Lanka, Thailand und Burma immer wieder zu Gewalt gegen Angehörige anderer Religionen. Von Saudi-Arabien über Katar, Israel-Palästina, Syrien, Irak, Libanon bis zum Iran und nach Afghanistan wird Gewalt ausgeübt im Namen von Islam, aber auch Judentum und Christentum. Dabei richtet sich diese Form von Gewalt oftmals gegen Mitglieder der eigenen Religionsgemeinschaft. Viele Religionen scheinen gerade in den vergangenen zwei Jahrzehnten vermehrt in den Sog politischer Entwicklungen geraten zu sein. So ist Religion gegenwärtig in zwei Dritteln aller Konflikte weltweit ein mehr oder weniger bedeutendes Element.
In diesem Jahr widmet sich die Sommerakademie der Rolle von Religionen in Konflikten. Auch wenn Religion in diesem Zusammenhang vermehrt als eskalierender Faktor wahrgenommen wird, trägt sie weltweit zum friedlichen Zusammenleben in Gesellschaften bei. Nicht zuletzt aus diesem Grund will die Sommerakademie über den komplexen Zusammenhang von Religion und Konflikt aufklären und Religion in ihrer ambivalenten Funktion in Konflikten beschreiben.
So genannte religiöse Konflikte haben meistens soziale und wirtschaftliche Ursachen: Diskriminierung, Unterdrückung und andere soziale und politische Ungerechtigkeiten. Als wichtiger Faktor im Leben und für die Identität vieler Menschen wird Religion oft zum Katalysator für die Artikulation von Bedürfnissen. Dabei lassen sich politische, religiöse oder sonstige Autoritäten oft dazu verleiten, diese Impulse auszunutzen und zu verstärken. So werden aus sozialen Konflikten religiöse – mit weitreichenden Folgen: religiöse Konflikte sind intensiver, dauern länger und sind statistisch gesehen tödlicher für die Zivilbevölkerung als andere Konflikte – Streit über Glaubensfragen verschließt sich zumeist einer herkömmlichen politischen und diplomatischen Schlichtungslogik
Die große Relevanz von Religion für das Alltagsleben Vieler macht diese auch zu einem wichtigen Medium der Konfliktlösung und Friedensarbeit. Immerhin sind Werte wie Toleranz, Liebe und Versöhnung in allen großen Religionen zentral. Tatsächlich arbeiten sehr viele durch ihren Glauben motivierte Akteurinnen und Akteure in Konfliktgebieten und leisten Friedensarbeit, meistens unterstützt durch Priester, Nonnen, Mullahs oder andere religiöse WürdenträgerInnen vor Ort: Sie arbeiten als Konfliktmediatorinnen und Mediatoren, bauen Hilfsorganisationen oder soziale Bewegungen auf.
Schließlich sollte man nicht außer Acht lassen, dass die gewaltlosen Schlichtungen und Überwindungen von einigen weitreichenden Konflikten des 20. Jahrhunderts maßgeblich religiös inspiriert und geprägt waren: etwa die von Gandhi angeführte indische Unabhängigkeitsbewegung oder die afro-amerikanische Bürgerrechtsbewegung unter Martin Luther King jr.
ReferentInnen: Bundespräsident Heinz Fischer, Diözesanbischof Manfred Scheuer, Maximilian Lakitsch, Richard Friedli, Josef Marko, Astrid Mattes, Viola Raheb, Anna Steiner, Kerem Öktem, Ann Kristin Beinlich, Wolfgang Palaver, Regina Polak, Melita Sunjic, Hamideh Mohagheghi, Maria Katharina Moser, Angela Ullmann, Ingar Solty u. a. Infos und Anmeldungen: Friedensburg Schlaining, Rochusplatz 1, A-7461 Stadtschlaining
Tel. +43 3355 2498 502, E-Mail: sommerakademie@aspr.ac.at
http://www.aspr.friedensburg.at/konferenzen-und-veranstaltungen/internationale-sommerakademie/

 

18. Ökumenische Sommerakademie Stift Kremsmünster:
Reformation als Anstoß für die Kirchen

„Es muss sich etwas ändern. Anstöße der Reformation“ lautet der Titel der 18. Ökumenischen Sommerakademie, die von 13. bis 15. Juli 2016 im Stift Kremsmünster stattfindet.
Zu den Referenten zählen u. a. Kardinal Kurt Koch und Bischof Michael Bünker, die beiden maßgeblichsten Repräsentanten der ökumenischen Entwicklung auf evangelischer und römisch-katholischer Seite.
Anlass für das historische Jubiläumsjahr der Reformation ist die Veröffentlichung der 95 Thesen Martin Luthers im Jahr 1517. Die Reformation nicht als punktuelles Ereignis, sondern als Entwicklungsprozess und als Anstoß für Gegenwart und Zukunft zu sehen, ist Gegenstand dieser Ökumenischen Sommerakademie.
Infos: https://www.dioezese-linz.at/oekumenische-sommerakademie-kremsmuenster

 

Friedensgottesdienst mit Hildegard Goss-Mayr
planen wir aus Anlass des UN-Weltfriedenstages in der Donaucitykirche (neben der UNO), 1120 Wien, Donaucitystr. 2, U1 Kaisermühlen

Fest der Begegnung in St. Pölten
am 9. und 10. September 2016 im Cinema Paradiso und auf dem Rathausplatz, Infos in Kürze: http://festderbegegnung.dsp.at/

 

Die Friedensinitiative 22
trifft sich immer am zweiten Dienstag im Monat um 19:00 Uhr in der Donaucitykirche, 1220 Wien, Donaucitystr. 2, U1 Kaisermühlen-VIC:
Di., 13. Sep., Wer schert sich noch ums Menschenrecht?, Jens Kessler, Amnesty International
Di., 11. Okt., Kein Warten auf den Weltuntergang – Obdachlosentexte und Z’wider-Lieder, mit Ernst Toman (FI22)
Di., 8. Nov., Vom Nordpol ohne Eis zur Lobau ohne Tunnel, Jutta Matysek, Greenpeace
Di., 13. Dez., Die Wahrheit stirbt zuerst – Medien und Krieg, mit dem Journalisten und Medienexperten Udo Bachmair

Hiroshima-Aktionen
für eine Welt ohne Atomwaffen, AKWs und Krieg

In WIEN:
am Hiroshima-Tag, Samstag, 6. August 2016, ab 18.00 Uhr Aktion am Wiener Stephansplatz, 20:30 Uhr Laternenmarsch
Nagasaki-Gedenktag, Dienstag, 9. August 2016: Wien, 20:00 Uhr, Buddhistische Gedenkzeremonie bei der Friedenspagode, 1020 Wien
In MELK:
Samstag, 30. Juli 2016, 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr, Gedenkaktion in der FußgängerInnenzone Melk

http://www.hiroshima.at/

BITTE UM SPENDEN
an Konto IBAN AT47 2011 1000 0403 2675, BIC GIBAATWW
Aktionsgemeinschaft Christen f. d. Friedensbewegung
DANKE!

E-Mail:
friedenschristinnen@gmx.at
pax.vienna@chello.at

Impressum: MedieninhaberIn, HerausgeberIn, VerlegerIn: Verein "Unterstützungsausschuss zur Förderung der Österreichischen Friedensbewegung", ZVR-Zahl 223988557, alle: 1170 Wien, Rosensteingasse 69/6. Gestaltung dieser Ausgabe: Andreas Pecha, Alois Reisenbichler, Manfred Sauer. Druck: ÖGB Internationales Referat, 1020  Wien, Johann Böhm-Platz 1.

Offenlegung nach § 25 Mediengesetz: EigentümerIn: 100 % Verein "Unterstützungsausschuss zur Förderung der Österreichischen Friedensbewegung". Blattlinie: Die Zeitung ist Organ des oben genannten Vereines. Sie tritt in ihren Artikeln für Frieden, Abrüstung, Völkerverständigung und soziale Gerechtigkeit ein. Diese Zeitschrift ist eine Plattform für den Dialog zu aktuellen Fragen der Friedenspolitik.

 

Wir danken Marcus Strohmeier und
dem Internationalen Referat des ÖGB
für den Druck dieses Informationsblattes!

 

 

 

 

 

 

 

Kaplan Franz Sieder
Er kam in sein Eigentum,
doch die Seinen nahmen ihn nicht auf

Predigt beim Friedensgottesdienst am Sonntag, 3. Jänner 2016 im Stephansdom

 

Das Evangelium, das wir soeben gehört haben, ist das Weihnachtsevangelium des Johannes (Joh. 1, 1 – 18). Bei Johannes gibt es keine Kindheitsgeschichte von Jesus. Unter „Wort“ ist Gott selbst gemeint. „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt“ – dann heißt das: Gott selbst hat menschliche Gestalt angenommen und hat unter uns Menschen gelebt. Eigentlich ist das das größte Ereignis in der ganzen Geschichte der Menschheit. Der Dichter Stefan Zweig hat ein Buch geschrieben mit dem Titel „Sternstunden der Menschheit“. Er berichtet da über große Gestalten in der Geschichte der Menschheit, die vieles verändert haben. Über Entdecker, Erfinder und große Geistesmenschen. Stefan Zweig hat aber auf die eigentliche Sternstunde der Menschheit vergessen – auf

das Kommen des Sohnes Gottes in der Gestalt des Jesus von Nazareth. Stephan Zweig konnte über diese Sternstunde wahrscheinlich deshalb nicht schreiben, weil er Jude war. Die Menschwerdung Gottes ist ein Privileg, das nur wir Christinnen und Christen haben und sonst keine andere Religion der Welt. Das Kommen Gottes in die Welt hat uns anderes Bild von Gott gebracht. Durch Jesus hat uns Gott vermittelt, dass Er die Menschen liebt wie seine Kinder – Er hat sie gern und möchte nur ihr Bestes. Durch Jesus hat uns Gott auch eine Antwort gegeben auf die entscheidenden Sinnfragen unseres Lebens, was unsere eigentliche Aufgabe hier auf der Welt ist und wohin unser Leben führt. Er hat uns gesagt, dass unsere entscheidende Aufgabe hier auf der Welt ist, die Welt gerechter und menschlicher zu machen und vor allem, dass wir dort, wo wir stehen, versuchen sollen, die Liebe zu leben. Er hat uns auch eine Antwort gegeben auf die Sinnfrage, was nach dem Tod ist. Er hat uns gesagt, dass unser Leben nach dem Tod weitergeht und er hat uns diese Wahrheit sogar durch seine eigene Auferstehung bezeugt. Seit seinem Kommen tappen wir Menschen auf der Welt nicht mehr im Dunkeln herum. Es ist heller und lichter geworden in der Welt und in unserem persönlichen Leben.

Ich möchte aus diesem Weihnachtsevangelium des Evangelisten Johannes einen sehr schwerwiegenden Satz herausnehmen. Dieser Satz heißt: „Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf, allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht Kinder Gottes zu heißen.“ Ich möchte diesen Satz nicht so deuten, dass Gott in einem Stall zur Welt gekommen ist, weil die Eltern sonst keine Herberge gefunden haben. Ich möchte die Frage stellen, was das Aufnehmen und das Nichtaufnehmen von Gott heute bedeutet. Die Botschaft Jesu sagt uns eindeutig, dass wir IHN heute aufnehmen oder nicht aufnehmen in den Geringsten unserer Brüder und Schwestern. In der Weltgerichtsrede sagt uns Jesus eindeutig, dass wir Gott nur in unserem Mitmenschen aufnehmen oder abweisen und dass das sogar das entscheidende Kriterium dafür ist, ob im Tod einmal unser Leben von Gott angenommen wird oder nicht. In der Weltgerichtsrede sagt Jesus: „Ich war fremd und du hast mich aufgenommen. In den Ausländerinnen und Ausländern, in den Flüchtlingen begegnet uns Jesus selbst. Weihnacht ohne Einsatz für die Armen ist nicht wirklich Weihnachten. Ich möchte daher jene Deutung von Weihnachten wiedergeben, wie sie der im Konzentrationslager ermordete Dietrich Bonhoeffer ausdrückt: „Christsein heißt nicht in einer bestimmten Weise religiös sein, sondern es heißt Menschsein. Nicht der religiöse Akt macht den Christen, sondern die Teilnahme am Leiden Gottes, an der befreienden Kraft Gottes im weltlichen Leben. Unser Verhältnis zu Gott ist ein neues Leben im ‚Dasein für andere‘ – in der Teilnahme am Sein Jesu – in der Kraft Jesu – Gott in Menschengestalt.“

Die größte Herausforderung in diesem Dasein für andere ist für uns heute zweifellos die Flüchtlingsproblematik. Ich brauche Ihnen nichts über die Not der Flüchtlinge sagen und die Flüchtlingsströme. Diese Not wird Ihnen seit Monaten durch die Medien mitgeteilt. „Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf.“ Sind die Menschen, die sich auf Jesus berufen, bereit IHN in den Flüchtlingen aufzunehmen? Wie groß ist die Aufnahmebereitschaft im sogenannten christlichen Europa?

Es wäre unfair zu sagen, dass die Flüchtlinge nicht aufgenommen werden. Es wurde und wird viel für die Flüchtlinge getan. Nichtaufnahmebereitschaft möchte ich jenen zuschreiben, die gegen Ausländerinnen und Ausländer hetzen – auch jenen Parteien, die AusländerInnenhass predigen und dadurch das menschliche Klima in unserem Land vergiften. Sicher ist auch die Frage berechtigt, ob das Boot voll ist. Diese Frage bin ich aber erst dann berechtigt zu stellen, wenn ich schon große persönliche Opfer für die Flüchtlinge erbracht habe. Ich würde das ähnlich sehen, wie wenn einer / eine die Frage stellt, ob er / die die kranke, pflegebedürftige Mutter, die er / sie schon jahrelang gepflegt hat, in ein Heim geben soll, weil er / sie einfach nicht mehr die Kraft für die Pflege hat. Auch die Politik ist in der Flüchtlingsproblematik sehr gefordert. Wenn es überhaupt einen Sinn macht, von einer christlichen Politik zu sprechen, dann kann eine christliche Politik nur nach dem bewertet werden, ob es eine Politik ist, die in ihrer Intention immer die Schwachen, die Armen, die Flüchtlinge im Blickpunkt hat.

Es ist wichtig auch die Ursachen der Armut zu beseitigen. Die Flüchtlingsströme werden nicht zu Ende sein, wenn der Krieg in Syrien beendet ist. Die Flüchtlingsströme werden erst dann verebben, wenn unsere Welt gerechter wird – wenn die Kluft zwischen Arm und Reich nicht mehr auseinandergeht und wenn die Umwelt nicht zerstört wird – so dass in manchen Gebieten der Welt durch das Ansteigen des Meeresspiegels oder durch atomare Verseuchung die Menschen dort überhaupt nicht mehr leben können. Sie müssen fliehen. Wir brauchen nicht nur Nächstenliebe und Caritas – wir brauchen auch Gerechtigkeit. Gerechtigkeit, das sind vor allem gerechte Strukturen auf unserer Welt, die allem Menschen auf Erden ein menschenwürdiges Leben ermöglichen. Gerechtigkeit ist in Strukturen gegossene Liebe. Der Kapitalismus ist in Strukturen gegossener Egoismus. Die neoliberalen Wirtschaftsstrukturen sind nur auf Profitmaximierung ausgerichtet – auf dass „noch reicher werden“ und nicht auf das Wohl der Menschen. Es ist schön, wenn der Herr Zuckerberg von seinen 44 Milliarden Euro an Privatvermögen 99 Prozent für Sozialprojekte spenden möchte, er wird trotzdem noch reich sein. Gerechtigkeit würde verlangen, dass es Gesetze und Strukturen gibt, die es verhindern, dass der Herr Zuckerberg so reich wird. Die 86 reichsten Menschen der Erde besitzen genau so viel wie die untere Hälfte der Menschheit – wie dreieinhalb Milliarden Menschen. Das ist ein Skandal. Die Umverteilung von Reich zu Arm darf nicht von der Spendenfreudigkeit Reichen abhängen, sondern muss durch einen strukturellen Mechanismus geschehen. Das Gemeinwohl hat immer Vorrang vor dem Privateigentum.

Wenn unsere Welt eine Zukunft haben soll, dann ist es daher notwendig, es sich mit den neoliberalen Wirtschaftsstrukturen anzulegen, weil die Strukturen dieses Wirtschaftssystems nur von der Habgier getrieben sind. Wenn es zu keiner Änderung dieses Wirtschaftssystems kommt, dann können wir die Gerechtigkeit auf unserer Welt vergessen, dann kann es auch sein, dass weltweit nicht nur Millionen, sondern Milliarden auf der Flucht sind, weil sie in ihrer Heimat keine Zukunft mehr haben. Für den Frieden nur zu beten, ist auch zu wenig. Gott wirkt dann mit uns mit, wenn wir uns mit ihm engagieren, diese Welt menschlicher, gerechter und friedlicher zu machen.

 

 

Die neue Ausgabe von 
Betrifft Frieden - Stimmen zur Zeit - Juli 2015

http://wienerfriedensbewegung.beepworld.de/betrifft-fr-juli-20151.htm

Inhalt:

* Zu den Gedenktagen Hiroshima und Nagasaki
* Zum 95. Geburtstag von Irma Schwager
* Linke Positionen – gibt´s die noch?
* Beschaffungspriorität für bewaffnete Drohnen
* Verdiente Auszeichnung für österr. Diplomaten
* Österreichische Initiative zeigt Früchte
* Überprüfungskonferenz für den NPT in New York
* Die Ukraine – Teil 1
* Armenien -100 Jahre seit dem Genozid – Teil 1
* Halbjahresrückblick 2015
* Termine 2015

 

 

http://www.hiroshima.at/     http://www.friedensbewegung.at.tf/

pax.vienna@chello.at      friedenschristinnen@gmx.at  



Informationsblatt der Christinnen u. Christen für die Friedensbewegung - Nr. 2/2015

findet man / frau unter
http://friedenschristinnen.beepworld.de/2015-2-juni-2015.htm
auf
http://www.friedenschristinnen.at.tf

 

ChristInnen für die Friedensbewegung in der Langen Nacht der Kirchen:
Ein Frieden ohne Gerechtigkeit ist nicht möglich.

Bei der Langen Nacht der Kirchen diskutierten auf Einladung der Aktionsgemeinschaft Christinnen und Christen für die Friedensbewegung der Vorsitzende dieser ökumenischen Friedensgruppe in der Pfarre Emmaus am Wienerberg (Favoriten) Landessuperintendent Mag. Thomas Hennefeld und die ehemalige Vorsitzende der Katholischen Frauen Wien Traude Novy unter der Diskussionsleitung von Sabine Strobl (Pfarre Emmaus) über „Christinnen und Christen in der Verantwortung für Gerechtigkeit und Frieden".

Thomas Hennefeld - Sabine Strobl - Traude Novy

„Ein Frieden ohne Gerechtigkeit ist nicht möglich. Wenn die Unterschiede in der Gesellschaft zu groß werden, steht der gesellschaftliche Zusammenhalt auf dem Spiel und das ist zum Schaden aller“, betonte Mag. Thomas Hennefeld.

„Frieden und Gerechtigkeit stehen im Zentrum des christlichen Glaubens und daher müssen sie auch im Mittelpunkt der christlichen Verkündigung stehen“, forderte Traude Novy: „Für den Einsatz für eine gerechtere Welt ist es notwendig, wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge zu erkennen.“

Die ökumenische Aktionsgemeinschaft Christinnen und Christen für die Friedensbewegung, die sich seit den frühen 80er Jahren für die Unterstützung der Friedensbewegung und für die Friedensarbeit in den Kirchen einsetzt, sieht in der politischen und wirtschaftlichen Alphabetisierung – wie sie im Ökumenischen Sozialwort gefordert wird – eine wichtige Voraussetzung für den Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung.

Die gesamte Lange Nacht der Pfarre Emmaus stand unter dem Motto „70 Jahre Frieden“. Nach einem Friedensgottesdienst präsentierte Elisabeth Vondrous eine Ausstellung über die Erfahrungen ihrer Eltern im Zweiten Weltkrieg. Nach Friedensliedern sowie Texten von Bertha von Suttner und Jean Ziegler wurde Lange Nacht mit einer Fackelwanderung abgeschlossen.

ChristInnen für die Friedensbewegung und Pfarre Emmaus
im Bericht über Lange Nacht der Kirchen 

auf der Homepage der Erzdiözese: 

http://www.erzdioezese-wien.at/site/glaubenfeiern/christ/oekumene/langenachtderkirchen/article/43251.html

 

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde!

Diese Homepage ist erst im Aufbau - Work in progress, sozusagen.
Dafür bitten wir um Verständnis.
Es ist ein erster Versuch, unsere Friedensarbeit im Internetz darzustellen. Für Kritik, Vorschläge, Anregungen und auch für Mitarbeit sind wir sehr dankbar.
Selbstverständlich ist es KEIN offizielles Dokument der ChristInnen für die Friedensbewegung.
Mit irgendwelchen Popups mit Inseraten, Gewinnspielen und dergleichen haben wir nichts zu tun. Sie sind leider Preis dafür, dass wir eine Gratisdomain und einen Gratiswebspace nutzen.
Es tut uns leid, dass Sie / du dadurch gestört werden / wirst.



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