2013-4-september 2013

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BETRIFFT FRIEDEN Nr. 5 / 2013
Informationsblatt
der Christinnen u. Christen für die Friedensbewegung –
Nr. 4/2013

 

Aus dem Inhalt:
Syrien
Christliche Grußadressen zum Hiroshimatag
Jussuf Windischer: Gedanken zur aktiven Gewaltfreiheit – mitten in Palästina
Franz Sieder: Nationalratswahl – Armut - Steuergerechtigkeit


Liebe Friedensfreundin, lieber Friedensfreund,/

das nächste Treffen findet am

Sonntag, dem 22. September 2013 um 14:30 Uhr in der Evangelischen Pfarrgemeinde HB,
1150 Wien, Schwegler Straße 39 (U3 „Schwegler Straße“) statt.

Jussuf und Vroni Windischer (Pax Christi Österreich) informieren mit einem Tatsachenbericht um 16:00 Uhr über ihren Solidaritätseinsatz mit dem EAPPI (Ökumenisches Begleitprogramm in Palästina und Israel) im besetzten Palästina.

 


Papst: Eindringlicher Friedensappell für Syrien

„Christen / Christinnen und Menschen guten Willens waren von Papst Franziskus weltweit dazu aufgerufen, sich am Samstag, 7. September durch Fasten und Gebet für den Frieden in Syrien und in den anderen Konfliktherden der Welt einzusetzen. Dies wurde auf von den österreichischen Bischöfen und Pfarren unterstützt.

Am 25. August sagte Papst Franziskus: „Mit großem Schmerz und Sorge verfolge ich weiterhin die Lage in Syrien. Die Zunahme der Gewalt in einem Krieg unter Brüdern und die vielen Blutbäder und schrecklichen Massaker, deren Bilder wir alle in diesen Tagen sehen konnten, treiben mich an, noch einmal laut meine Stimme zu erheben, damit die Waffen schweigen. Nicht die Konfrontation eröffnet Perspektiven für Hoffnung und Problemlösungen, sondern die Fähigkeit zur Begegnung und zum Dialog.

USA: Bischöfe fordern Abrücken von Militärschlagsplänen

Offener Brief an Außenminister Kerry - Militärschlag gegen Assad bietet keinerlei Hoffnung auf Frieden in der Region

Washington, 03.09.2013 (KAP) Scharfe kirchliche Kritik erfährt US-Präsident Barack Obama mit seinen Militärschlags-Plänen gegen den syri­schen Machthaber Bashar al-Assad auch aus dem eigenen Land. Die US-Bischöfe haben sich bereits am Wochenende in einem offenen Brief an Außenminister John Kerry gewandt und von ihm das Erwirken eines Waffenstillstandes gefordert. Politische Verhandlungen seien die ein­zige denkbare Lösung für Syrien, so der von Bischof Richard E. Pates unterzeichnete Brief. Pates leitet in der US-Bischofskonferenz das "Ko­mitee für internationale Gerechtigkeit und Frieden".



Jussuf Windischer
Gedanken zur aktiven Gewaltfreiheit – mitten in Palästina


Träume

Viele Menschen träumen davon, in der Pension einmal für einen län­geren Einsatz Zeit zu haben. Wir haben uns gut vorbereitet: wir ha­ben versucht, die Sprachen zu lernen, zumindest die Grußformeln zu lernen,wir haben dieGeschichte und Politik studiert, wir haben den Vorbereitungslehrgang vom EAPPI besucht. Der Traum ist in Erfül­lung gegangen. Viele Menschen träumen davon in aktiver Gewaltfrei­heit am richtigen Ort zu sein. Auch dieser Traum ist in Erfüllung ge­gangen.

Vroni ist in Jatta (South Hebron Hills), ich bin in Tulkarm, im Norden Palästinas. Wir sind auf verschiedenen Einsatzorten.

Unrechtssituationen

Überall, wo Unrechtssituationen bestehen, ist ein aktiver Einsatz not­wendig. Die Unrechtssituation in Israel/Palästina ist augenscheinlich. Abertausende von Palästinensern wurden 1948 am Nakba Tag (Tag der Katastrophe) ausihrer Heimat vertrieben, der Rest Palästinas steht bis heute unter Fremdherrschaft, ist ein von Israel besetztes Land. Die Unrechtssituation ist augenscheinlich: Mauern, Grenz­zäune, Stacheldraht umgibt das Land; zudem, in Palästinasind ille­gale israelische Siedlungen; sie sind vonZäunen und militarisierten Zonen umgeben, Militär (IDF) ist überall präsent; es gibt Checkpoints, es gibt Haussprengungen, willkürliche Hausdurchsuchungen, Fest­nahmen, Vertreibungen....es gibt hier unvorstellbare Willkür und Un­rechtssituationen.

Unsere Präsenz – Zeugen von Unrecht

Wenn ich auf den benachbarten Hügel hinaufsteige, sehe ich das Meer, nur 14 km entfernt. Die Palästinenser dürfen nicht ans Meer, dürfen nicht zu ihren Verwandten, die jenseits der Mauer wohnen, es sei denn, sie haben eine besondere Genehmigung. Viele bekommen die Genehmigung gar nie im Leben. Ein großes Gefängnis. Wir wer­den zur Hilfe gerufen, wenn israelische Siedler Olivenhaine vernich­ten wollen oder schon vernichtet oder angezündet haben, wenn die IDF den Zugang zu den Feldern verwehrt, bzw. die agriculture gates nicht aufsperren. Wir stehen neben und mit den Leuten, wenn Men­schenrechte oder wenn internationales Menschenrecht verletzt wird. Unsere Präsenz kann manchmal schützen, zuoft sind wir nur mehr Zeugen von Übergriffen.

Wenn Vroni und ihr Teamfast täglich zur Hilfe gerufen wird, dann deswegen, weil sich Hirten nicht mehr allein auf ihre Felder trauen, weil sie von den israelische Siedlern vertrieben werden. Die Siedler, von Regierung und von Militär unterstützt, bestehen darauf, dass dies ihr Land sei, auch wenn sie erst jetzt angekommen sind. Dann kom­men die Siedler mit Waffen, dann kommt das Militär mit schweren Waffen, um Hirten zu vertreiben. Vor kurzen verbrachte Vroni die Nacht bei den Hirten auf freiem Feld, hat neben ihnen und den Schafen die Nacht am Boden verbracht, umihnen zur Seite zuste­hen, falls die Siedler sie im Morgengrauen vertreiben würden. Es hat geholfen, vielleicht hat die betagte Hirtin es so ausgedrückt, indem sie Vroni am Heimweg ganz fest umarmte und nicht mehr loslassen wollte.

Das Programm von EAPPI

Wenn wir auch für die Menschenrechtsverletzer ungebetene Gäste sind, wir wissen, dass uns der ökumenischeWeltkirchenrateinge­laden hat. Auf deren Wunsch wurde das Programm vom EAPPI (Ecumenical accompainment Programme inPalestine and Israel) gestartet. Das Programm ist klar und einfach: „Kommt und seht“. Bei der Begrüßung und Sendungsfeierin der St. Georgs Kathedrale in Jerusalem wurde uns gesagt: „Willkommen als ökumenische Beglei­terInnen, wir bitten euch und beten darum: hört, was euch die Leute in diesem Land erzählen und begleitet sie in Solidarität“. Jede/r hat eine Kerze bekommen, mit den Worten:„Ich rufe euch dazu auf, geht mit den Leuten von Tulkarm, von Yatta... im Lichte. Geht in Güte, Hoffnung, Geduld und Liebe, so dass ihr gesegnet seid und ein Se­gen für alle.“ Wir hatten den Segen der Kirchen Jerusalems, den Se­gen für das Volk Gottes, welches leidet, was sich nach Befreiung sehnt.

Für Palästinenser Alltag, für uns eine leichte Ahnung

Es ist ein Schock, plötzlich in einer völlig militarisierten Gesellschaft zu leben. Israels Jugend hat eine 3jährigeMilitärpflicht. Israelis dür­fen auch offen Waffen tragen: im Kaffee oder am Strand, überall sind Waffen präsent. Sicher, es gab und gibt Selbstmordattentäter, es gibt heute noch Anschläge oder Raketenbeschüsse aus dem Gazastrei­fen – wenn sie auch noch so ineffizient sind, Gott sei Dank – es sind Bedrohungen, es geht um Waffengewalt. Jeden Tag trafich auf schwer bewaffnete Grenzsoldaten. Der Lauf des Gewehres auf Frauen, Männer, Kinder und auch auf uns gerichtet. Immer wieder sagten wir Guten Morgen (auch auf Hebräisch), allzu oft hörten wir aber auch: „Don 't speak with us“ oder auch „Go home“ oder auch „Haut ab“. Besatzungssoldaten haben alle Macht, man kann und darf sie nur bitten, menschlich zu sein. Und wenn man dann in der Nacht von Mauern, Zäunen, Stacheldraht, Militärfahrzeugen, Schusswaffen träumt, aufwacht und die F16 hört, dann bekommt man ein leichte Ahnung , was Besatzung und Militärbedeuten. Für uns ein Ahnung, für Palästinenser dauernde Realität.

Steine und schweres Geschütz

Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene wehren sich mit Steinen. Ich hab 4 jährige Kinder mit Steinschleudern gesehen. Ich hab auch Erwachsene gesehen, die kleine Felsen auf gepanzerte Militärfahr­zeuge warfen. Die Militärfahrzeuge waren mit Tränengasbatterie­schossen, mit Stinkbomben oder auch mit schmerzenden Sound­bomben ausgestattet. Die Soldaten waren und sind alle mit Maschi­nengewehren mit scharfer Munition ausgerüstet. Einige Soldaten schossen Tränengasgeschosse in Wohnhäuser, was zum Ersti­ckungstod von Kindern und Menschen führen kann. In Kafr Quaddum wurden Steine werfende Kinder von der IDFfotografiert und steck­brieflich gesucht und auch bedroht. In solchen Schlachtfeldernnimmt sich das Steinewerfen wirklich nur mehr als symbolhafte Handlung des Widerstandes aus.

Weltweite Solidarität

Es gibt die große Solidarität mit den israelischen Regierungen. Unge­brochen die Solidarität der USA, ungebrochen die Solidarität der NATO. Es gibt auch die UN Solidarität der Deklarationen, welche den Palästinensern minimale Rechte und Zugeständnisse zugestehen.Diese wurden und werdenvon Israel nicht respektiert.

Unsere Solidarität dient den Entrechteten, das sind die tausenden Palästinenser und auch die friedensbewegten Israelis. Wir haben mutig Zeugnisse von Israelis gesehen: Frauen in Schwarz, sie pro­testieren für das Ende der BesatzungPalästinas durch Israel. Israelis und Palästinenser, deren Familienangehörige ermordet wurden, die trotzdem zusammenarbeiten, weil sie nicht mehr an den Hass glau­ben wollen. Es gibt israelische Kulturschaffende, sogar einenisraeli­schen Theaterdirektoren in Palästina, der für ein friedliches Zusam­menleben steht. Wir haben Israelis getroffen, die direkt neben dem Gazastreifen, in mancher Bedrohung leben aber Freundschaften mit Palästinensern pflegen. Wir haben viel Israelis getroffen, die von ihrer eigenen Regierung als Verräter abgestempelt werden, nur deswegen, weil sie ein friedliches Zusammenleben anstreben und Pazifisten sind. Ihnen gilt unsere Solidarität

Resümee

Der Einsatz ist manchmal ziemlich trostlos und unromantisch. Am schwierigsten ist es, die Hilflosigkeit zu ertragen. Wir stehen oft ne­ben Unrechtssituationen, sind Zeugen von Übergriffen, wir müssen dies dann sogar fotografieren, den entsprechenden Bericht schreiben und können Unrecht nicht verhindern, können nicht einmal dazwi­schentreten. Wir können nur davon berichten, Zeugen sein und Zeugnis der aktiven Gewaltfreiheit geben. Unsere Werkzeuge, wir selber, das Dabeisein, vielleicht der Fotoapparat, der Notizblock. Wir hoffen nur, dass jemand unsere Berichte liest und den Hilfeschrei ernst nimmt. Meine Überzeugung, dass der gewaltfreie Widerstand zum Ziel führt, das lerne ich hier von vielen Palästinensern, ganz konkret und praxisnah. /(aus SPINNRAD, Zeitschrift des Internationa­len Versöhnungsbundes Österreichischer Zweig, www.versoehnungsbund.at )/


Christliche Grußadressen zum Hiroshima-Tag 2013

Die Aktionen der Wiener Friedensbewegung und der Hiroshima-Gruppe Wien wurden auch heuer wieder mit zahlreichen Gruß­adressen unterstützt. Aus Platzgründen kann leider nur ein sehr kleiner Teil veröffentlicht werden. Alle Grußadressen sind unter //www.hiroshima.at/ <http://www.hiroshima.at>/veröffentlicht./


Aktion Kritisches Christentum

Die Gedenktage an die US-amerikanischen Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki im August 1945 blei­ben wichtig und aktuell, solange es Atomwaffen gibt. Die atomare Bedrohung ist zwar in den letzten Jahrzehnten nicht mehr so stark im öffentlichen Bewusstsein wie in den Zeiten des Kalten Krieges, aber nach wie vor reichen die Kapazitäten der offiziellen Atomwaffenstaa­ten aus, um die Welt mehrfach zu vernichten. Dazu kommt die Wei­terverbreitung von atomaren Sprengköpfen und Technologien, die trotz internationaler Abkommen bisher nicht gestoppt wurde.

Die Haltung von Christen und Kirchen zur atomaren Rüstung war in der Vergangenheit nicht immer eindeutig. Insofern ist es erfreulich, dass sich inzwischen praktisch alle christlichen Kirchen zu einer kla­ren Absage nicht nur an den Atomkrieg, sondern auch an die Produk­tion von Atomwaffen und die Drohung mit deren Einsatz bekennen. Der Kampf gegen die atomare Bedrohung gehört wesentlich zur christlichen und kirchlichen Friedensarbeit.

Das Engagement für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung ist integraler Bestandteil des Selbstverständnisses von Christen und Kirchen. Zugleich bedeutet es jedoch auch öffentliches, politisches Handeln. Wer sich zu diesem Engagement bekennt, muss daher auch alle Tendenzen, Religion und Glauben aus dem öffentli­chen und politischen Leben zu verbannen und in den „privaten“ Be­reich zurückzudrängen, klar zurückweisen. Es geht vielmehr um das gemeinsame Engagement, die Zusammenarbeit von Menschen un­abhängig ihrer religiösen oder weltanschaulichen Orientierung, für den Aufbau einer friedlicheren und gerechteren Welt.


Metropoliten Arsenios von Austria
Griechisch-orientalische Metropolis von Austria


Vor rund 25 Jahren erlebte unsere Welt eine historisch einschnei­dende Veränderung, als der Eiserne Vorhang fiel, die kommunisti­schen Diktaturen wichen und damit der Kalte Krieg sein Ende fand. Groß waren damals die Hoffnungen der Menschen in der ganzen Welt und verschiedener Religionsgemeinschaften, dass mit dem Ende des Kalten Krieges die Atomwaffen für immer in den Arsenalen verstaut oder sogar abgerüstet würden. Ein Vierteljahrhundert später ist die Bilanz in Sachen Atomwaffen und Nukleartechnik ernüchternd, aber nicht hoffnungslos. Sie ist nicht hoffnungslos, weil wir im Be­wusstsein auf die Liebe Gottes, welcher der Herr der Schöpfung und aller ihrer Lebewesen ist, jederzeit die Kraft aufzubringen vermögen, um Schritte in die richtige Richtung zu setzen. Die beiden Katastro­phen, die im August 1945 stattfanden, sind ein Zeugnis für die ver­heerenden und menschenunwürdigen Folgen, welche Wissenschaft und Technik haben können, wenn Sie nicht in Einklang mit der Würde des Menschen, dem Willen Gottes und Seiner menschenliebenden Verheißung stehen.

Heute gedenken wir des fürchterlichen Einsatzes von Atomwaffen gegen Menschen in Hiroshima und Nagasaki, der unsagbares Leid gebracht hat. Wir gedenken jedoch auch rezenter Katastrophen, wel­che der Mensch in seinem verantwortungslosen Umgang mit der atomaren Kraft hervorgerufen hat. Uns allen sind die Bilder aus Fu­kushima noch vor Augen, als eine atomare Verseuchung um sich Griff, welche Menschen, Tiere, die Natur, ja sogar ganze Ozeane er­fasste.

Diese Bilder dürfen wir nicht verdrängen. Wir müssen sie angesichts unserer Schöpfungsverantwortung bewahren, um in uns zu gehen, Gott um Seine allmächtige Barmherzigkeit zu bitten, damit wir erken­nen, was richtig und was falsch ist. Nur dadurch werden wir jenen Weg beschreiten können, welchen die uns nachfolgenden Generatio­nen sicher weitergehen werden können. Als Vorsitzender der Ortho­doxen Bischofskonferenz in Österreich möchte ich daran erinnern, dass die Orthodoxe Kirche weltweit aktiv am Umweltschutz arbeitet und allzeit für die Bewahrung der Schöpfung eintritt und gegen jed­wede Gewalt und Benutzung von Massenvernichtungswaffen appel­liert und sich für den Frieden in der Welt einsetzt und für diesen betet. Die Orthodoxe Kirche in Ihrer Gesamtheit lebt den Auftrag des Herrn zur Wahrung der Schöpfung. Dieses Vorbild trägt die Orthodoxie aktiv in unsere Welt hinaus. Ich bin daher nicht ohne Hoffnung und ver­zagt, sondern vielmehr erfüllt mit Optimismus, dass Gedenktage wie dieser heutige uns in einer Ökumenischen Gesamtverantwortung noch stärker vereinen werden, und wir gemeinsam den Weg der Nächstenliebe, welcher den aktiven Umweltschutz einschließt, frei von Kriegen und Konflikten, gehen werden.


Dr. Michael Bünker
Bischof, Evangelische Kirche A.B.


Weltweit gibt es rund 129.000 Atomsprengköpfe, davon werden 4.400 in Einsatzbereitschaft gehalten. Die anerkannten Atommächte (China, Frankreich, Großbritannien, Russland und die USA) scheinen ent­schlossen, bis in unbestimmte Zeit Nuklearmächte zu bleiben. Dies gilt auch, obwohl zwischen den USA und Russland durch den neuen START-Vertrag die Arsenale verringert werden und Präsident Obama nach wie vor an seiner Vision einer atomwaffenfreien Welt festhält. Gleichzeitig bleibt die Situation mancher Atommächte undurchsichtig. Manche Staaten modernisieren ihre Waffensysteme und die Warnun­gen vor einem „Atomterrorismus“ wollen nicht verstummen. Der Ökumenische Rat der Kirchen (Weltkirchenrat) hat in seinem Aufruf zum gerechten Frieden aus dem Jahr 2011 unmissverständlich fest­gehalten, dass der Besitz und Einsatz von Massenvernichtungsmit­teln aus christlicher Sicht „kategorisch und endgültig“ abzulehnen ist. Deshalb setzen sich die Kirchen weltweit allgemein für Abrüstung und besonders für die Reduktion und endgültige Abschaffung aller nuklea­ren Massenvernichtungsmittel ein. Das Gedenken der unzähligen Opfer von Hiroshima und Nagasaki gebietet es, in diesem Einsatz nicht nachzulassen.


Dompfarrer Toni Faber
Dompfarre St. Stephan


Krieg beraubt Menschen ihrer Würde. Atomwaffen aller Art machen den Menschen Angst. Unfrieden zerstört – Häuser, Familien, Hoff­nungen.

Wir sehnen uns nach Frieden, nach Gerechtigkeit, nach Menschlich­keit. Beginnen wir im Kleinen! Setzen wir Zeichen in unserem jeweili­gen Alltag. Sagen wir einander, was wir gut am anderen finden. Ge­ben wir Dauer-Konflikten und Rachegedanken keine Chance. Raffen wir uns auf, Zeichen der Versöhnung zu setzen; manchmal genügt schon ein Lächeln statt eines bösen Blickes.

Schweigen wir nicht darüber, dass es immer mehr, statt weniger Atomwaffen gibt. Setzen wir uns ein für eine Welt, die auf Waffen al­ler Art verzichten kann. Denn Frieden ermöglicht Zukunft.

Ihr dankbarer Dompfarrer Toni Faber.


Monseigneur Jacques Gaillot
Bischof von Partenia, Paris


Auf dem berühmten Platz in Wien wird von der Menschheit unermüd­lich der Schrei von den Opfern der Atombomben, die in Japan, fielen gehört.

Die Menschheit wird sich nie von diesem Schock erholen.

Das ist der größte Terrorakt der Geschichte.

Am 6. August 1945 wurde uns klar, dass wir für die Apokalypse Gott dazu nicht brauchen, sondern wir selbst sind zu diesem Wahnsinn fähig.

Das atomare Wettrüsten ist ein Verbrechen gegen die Menschheit.

Die schwere Krise, die wir erleben, unterstreicht die Absurdität der erheblichen Ausgaben für Atomwaffen.

Welche Welt werden wir den kommenden Generationen hinterlas­sen?

Immer mehr Menschen wollen eine andere Welt, eine Welt ohne Atomwaffen.

Sie verlangen von ihren Regierungen eine vollständige nukleare Ab­rüstung.

Martin Luther King sagte 31. März 1968, in der Nationalen Kathedrale in Washington D.C. "Wir müssen lernen, miteinander wie Brüder zu leben oder wir werden alle zusammen als Narren untergehen“.


OStRin Monika und Bernhard Heitz, Bischof emer.
Altkatholische Kirche


Es besteht nach wie vor dringender Handlungsbedarf, um eine friedli­che Zukunft für alle Menschen in der globalisierten Welt zu sichern. Dies kann nur durchG e r e c h t i g k e i tgeschehen. Angesichts des übriggebliebenen westlichen Kulturimperialismus und Kapitalis­mus, der Migrations- und Hungerströme und des Zusammenpralls von Zivilisationen und Fundamentalismen haben wir über andere Formen des Wirtschaffens nachzudenken, damit alle Menschen auf der Welt gut leben können. Es ist genug Brot für alle da. Dasselbe gilt für das kostbare Gut des Wassers. "Let's rock the economy!" (Bot­schaft des "Forums christlicher Frauen Europas").

Jeder Mensch ist Geschöpf Gottes und gleich wert. Sündige Struktu­ren der Entsolidarisierung, der Raub- und Raffgier sind es, die Men­schen zur ausbeutbaren Ware machen und töten. Geld und Waffen machen keinen Menschen satt. Die Gleichgültigkeit bei uns lässt Tausende von Hilfesuchenden an den Festungsmauern Europas scheitern und im Mittelmeer ertrinken. Das ist unser aller Schande!

Die "Goldene Regel" jeder Religion erinnert aber daran, dass alle Menschen ein Recht auf Leben, auf Essen und Trinken, auf die Aner­kennung ihrer Würde und Gleichwertigkeit haben, gleich welchen Ge­schlechtes, welcher Hautfarbe und welcher Orientierung sie sind, welche Sprache sie sprechen, welcher Kultur und welcher Religion sie angehören mögen.

Erkennen wir in der globalen Krise die globale Chance für alle! An­dernfalls wird

die globale Lebensvergiftung und Welt-Zerstörung zum "Hiroshima heute für alle".


Mag. Thomas Hennefeld
Landessuperintendent, Evangelische Kirche H.B.
Vorsitzender, ChristInnen für die Friedensbewegung


Alle Jahre wieder gedenken Menschen weltweit des Abwurfes der Atombomben auf die Städte Hiroshima und Nagasaki. Aber auch 68 Jahre nach dieser Menschheitskatastrophe leben wir mit Atomwaffen. Die Menschheit scheint sich daran gewöhnt zu haben. Und gerade deshalb dürfen die mahnenden Stimmen nicht verstummen. In diesen Tagen und Wochen beherrscht der Verrat eines US-Geheimdienst­mitarbeiters die Schlagzeilen. Die Sicherheit stehe auf dem Spiel und Menschen könnten gefährdet werden. Der Kampf gegen den Terror rechtfertige systematische Überwachung.

Durch Atomwaffen werden nicht nur einzelne Menschen, sondern die ganze Menschheit gefährdet und bedroht. Der atomare Angriff auf ja­panische Städte war ein Terrorakt ungeheuren Ausmaßes. Wer auf den Besitz von Atomwaffen pocht, kann sich nicht zur zivilisierten Welt rechnen. Wer die gute Schöpfung Gottes bereit ist, zu zerstören, der versündigt sich gegen Gott und seine Mitmenschen. Deshalb ist es die Aufgabe auch der Kirchen in gut prophetischer Tradition zu warnen und zu mahnen, solange bis alle Atomwaffen verschrottet sind.


Univ. Prof. Dr. Martin Jäggle
Institut für Praktische Theologie, Katholisch-Theolo­gische Fakultät, Universität Wien


Es gibt Tage, da ist es nicht möglich, zur Tagesordnung überzuge­hen, weil es an diesen Tagen um die ganze Menschheit geht.

Dazu gehört der Hiroshima-Tag, der Tag der Trauer um die Opfer und des Protestes gegen Atomwaffen.

Auch dieses Jahr erinnere ich an die klaren Worte des II. Vatikani­schen Konzils: „Jede Kriegshandlung, die auf die Vernichtung ganzer Städte oder weiter Gebiete und ihrer Bevölkerung unterschiedslos abzielt, ist ein Verbrechen gegen Gott und gegen den Menschen, das fest und entschieden zu verurteilen ist.“ (GS 80,4)


Diözesanbischof Dr. Egon Kapellari
Diözese Graz-Seckau


Die katholische Kirche erinnert immer wieder an die Atombomben­katastrophe in Hiroshima und Nagasaki und gedenkt deren Opfer im Gebet. Wir unterstützen alle politischen Bemühungen, Konflikte zwi­schen Nationen und Völkern mit friedlichen Mitteln zu lösen.

Die Erinnerung an die Katastrophe in Hiroshima und Nagasaki drängt zugleich zu einem beharrlichen Einsatz gegen Atomwaffen und für atomare Abrüstung. Symbolische öffentliche Aktionen mit dieser Ziel­setzung können dafür sehr hilfreich sein, wenn sie im demokratischen Rahmen verbleiben. Die Leitung der Diözese Graz-Seckau bekundet daher ihre Solidarität mit der Hiroshima-Gedenkveranstaltung am 6. August 2013 in Wien.


Caritas-Präsident Franz Küberl

Im Jahr 2012 fanden weltweit 34 Kriege und so genannte bewaffnete Konflikte statt. In manchen Ländern, zum Beispiel in Afghanistan und Indien, dauern diese Kriege oft schon über 10 Jahre lang.

In Österreich herrscht seit 68 Jahren Frieden und somit sind schon zwei Generationen ohne die schreckliche Erfahrung von Krieg aufge­wachsen. Europa hat, vor allem im Rahmen der Europäischen Union gelernt, seine innerkontinentalen Differenzen mit Gesprächen und Verhandlungen zu lösen und nicht mit Waffen.

Und genau aus dieser sehr komfortablen Situation heraus sind wir doppelt gefordert: Wir sind verpflichtet, diesen friedlichen Zustand zu schätzen, zu hegen und zu pflegen mit allen Mitteln, die uns in einer stabilen Demokratie zur Verfügung stehen. Gleichzeitig dürfen wir die Augen nicht verschließen vor dem, was rundherum um uns im glo­balen Dorf geschieht. Bürgerkriege, Gemetzel, Vertreibungen, nur wenige Flugstunden von uns entfernt. So muss unsere Forderung an die Staatengemeinschaft lauten – Waffenlieferungen zu ächten und sich für Abrüstung einzusetzen. Es wäre ein ungeheurer Schub für die Entwicklung der Menschen, könnten die frei werdenden Mittel aus der Abrüstung für die Entwicklungszusammenarbeit eingesetzt wer­den.

In diesem Sinne ein großes Danke und herzliche Grüße an alle "Frie­densbewegten" des heutigen Tages!


DDr. Klaus Küng
Bischof, Diözese St. Pölten


Jedes Jahr mahnt uns der Hiroshimatag zum verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung und mit der Welt. Für uns Katholiken hat dieser Gedenktag im eben stattfindenden weltweiten "Jahr des Glau­bens" eine ganz besondere Note. Der Einsatz für den Frieden, die Versöhnung und die Schöpfung ergeben sich wie natürlich aus unse­rem Glauben heraus. Möge Hiroshima uns eine immerwährende Er­mahnung sein, diese Aufgaben ernst zu nehmen.


Josef Ladanyi

In vielfacher Hinsicht kann man / frau die Verantwortlichen bitten, sich auf ihre Verantwortung zu besinnen, und verantwortliche Konsequen­zen zu ziehen.

Ein Beispiel: Im ehemaligen Salzbergwerk Asse II (bei Wolfenbüttel) glaubte man vor Jahrzehnten ein Endlager für mittel- und schwachradioaktive „atomare“ Abfälle gefunden zu haben. Vor wenigen Jahren stellte man eine „unvorhergesehene“ Gefähr­dung des Grundwassers fest. So wollte man das „Endlager“ räumen. Ich vernahm nur, dass dies nicht gelungen sein. Was aber weiter ge­schieht, entzieht sich meiner Kenntnis. Welches sind die Konsequenzen aus nicht vorhandenen Endlagern für die Art der Energiegewinnung, aber auch der Energieeinsparung?

Mit atomarer Rüstung wird man dieses und andere Probleme nicht lösen, und bereits geschlagene Wunden nicht heilen oder wenigstens lindern!


Manfred Sauer

Anfang März 2013 fand in Oslo (Norwegen) ein Staatentreffen zum Thema „Humanitäre Folgen eines Einsatzes mit Atomwaffen“ statt. Diese Konferenz war die Auftaktveranstaltung für eine diplomatische Initiative, bei der möglichst viele Länder einen gemeinsamen Weg für eine atomwaffenfreie Welt finden sollen und damit Druck auf die Nuklearwaffen-Staaten auszuüben, ihre Verpflichtung zur Vernich­tung der Atomwaffen endlich in die Tat umzusetzen.

Viele friedensbewegte Menschen, Initiativen und NGOs, wie die Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) oder das Internationale Rote Kreuz unterstützen diesen Plan. Organisationen, wie ICAN (In­ternational Campaign to Abolish Nuclear Weapons oder die Bürger­meisterInnen für den Frieden sind nur einige Beispiele des kreativen und umfassenden Widerstands gegen Atomwaffen. So wird es heuer noch am Atomwaffenstandort Büchel (Deutschland) eine 24stündige Musikblockade geben.

Was machen SIE? Wie schaut Ihr Beitrag für eine atomwaffenfreie Welt aus?


Präsidentin Mag.a Gerda Schaffelhofer
Generalsekretär Dr. Karl-Heinz Steinmetz


Grußbotschaft der KAÖ (Katholische Aktion Österreichs)

Liebe Freundinnen und Freunde der Hiroshima-Gruppe und Wiener Friedensbewegung!

Christen und Christinnen leben unter der Perspektive, dass das „Reich Gottes“ schon angebrochen ist und alle dazu berufen sind, bei seiner Verwirklichung im Hier und Jetzt mitzugestalten – eine Vision, die Christen übrigens mit allen Menschen, mit Andersgläubigen wie Nichtglaubenden, gemeinsam haben: Für eine menschliche Politik ist nicht entscheidend, ob wir das „Reich des Friedens und der Gerech­tigkeit“ als „Reich Gottes“ bekennen, wie es Christen und Juden tun, oder ob wir uns schlicht nach einer besseren, gerechteren Welt aus­strecken, wie es alle Menschen guten Willens machen.

Die Katholische Aktion Österreich dankt allen FriedensaktivistInnen für ihr Engagement und ihren Einsatz. Gemeinsam können wir – Menschen guten Willens – die „kritische Masse“ erreichen, die für eine andere Politik notwendig ist: Es ist nämlich ein Skandal, dass europäische Politiker, Staaten und Wirtschaftsunternehmen Waffen, Rüstungsgüter und die dahinter stehende Neidkultur weltweit expor­tieren und dabei gehörig profitieren. Bilden wir eine Allianz von Men­schen guten Willens, um mitzuwirken, damit nicht die Waffentechno­logie ein europäischer Exportschlager bleibt sondern sie von Le­bensmodellen der Gerechtigkeit überflügelt wird. Die Heilige Schrift sagt nämlich: „Frieden ist Frucht der Gerechtigkeit.“

Für mich persönlich bedeutet das: Erst wenn wir die Güter der Welt gerecht verteilen; erst wenn wir den Neid besiegen, der sich beinahe unbemerkt im Herzen einnisten kann, und uns in eine neue Beschei­denheit einüben, dann kann das „Reich des Friedens“ in der Welt Fuß fassen und Kreise ziehen.


Manfred Scheuer
Präsident von Pax Christi Österreich
Bischof von Innsbruck


Der 6. August, an dem vor 68 Jahren Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen wurden, bleibt für die Menschheit und für die Kirchen ein Gedenktag, eine notwendige Mahnung und ein Sta­chel im Fleisch. Die atomare Gefahr ist eine permanente Selbstbe­drohung für die Menschheit. Nicht nur die Anwendung, sondern auch jegliche Androhung von Atomwaffen widerspricht dem Heilswillen Gottes. Und auch der bloße Besitz ist ein Diebstahl an den Armen, den lebenswichtige Ressourcen vorenthalten werden. Am Hunger sterben viele ganz leise. "Leben in Fülle", das ist der Wille Jesu, nicht Tod und Verderben.


Christoph Kardinal Schönborn

Zum diesjährigen Hiroshimatag möchte ich auf ein Mahnmal hinwei­sen, das sich im UNO-Hauptquartier in New York befindet. Es ist dies die steinerne Statue der hl. Agnes mit dem Lamm. Dieses Mahnmal symbolisiert die Ohnmacht des Menschen gegenüber dem Wahnsinn einer atomaren Katastrophe. Die Statue hat das Inferno der Atom­bombenexplosion in Nagasaki am 9. August 1945 überlebt. Sie wurde mit dem Gesicht nach unten in der völlig zerstörten Kathedrale Ura­kami Tenshudo unweit des Epizentrums in Nagasaki aufgefunden. Durch die enorme Feuersbrunst und Strahlenbelastung wurde ihre Rückseite schwer beschädigt. Die Vorderseite blieb wie durch ein Wunder völlig unverletzt. Papst Benedikt XVI. betete bei seinem Be­such in New York im April 2008 vor dieser Statue um den Frieden in der Welt und um die Bewahrung vor einem Atomkrieg.

Die hl. Agnes mit dem Lamm ist ein tiefes christliches Symbol, das uns an die scheinbare Ohnmacht aller erinnert, die gegen Gewalt und für den Frieden eintreten. In Wirklichkeit ist der Frieden letztlich stär­ker als alle Waffen, selbst die Atombombe. Das bezeugt diese Statue aus Nagasaki.


Dr. Alois Schwarz
Diözesanbischof


Der bekannte Kultur- und Religionswissenschaftler Jan Assmann weist uns darauf hin, dass Erinnern nicht nur eine schöpferische und kritische Stellungnahme zum Vergangenen ist, sondern auch zu einer lebendigen Konfrontation mit der Gegenwart führt, und deshalb für die sinnhafte Gestaltung der Zukunft notwendig ist.

Der alljährlich am 6. August statt findende Hiroshima-Tag der Wiener Friedensbewegung steht in dieser Tradition lebendig-kritischer Erin­nerungskultur, und ist deshalb nicht etwa als herkömmliches "alle Jahre wieder"-Ereignis zu beschwichtigen oder hinzunehmen.

Dieses jährliche Gedenken und Erinnern ist und bleibt – biblisch ge­sprochen – ein „Stein des Anstoßes"“ (Jes 8,14 und Röm 9,32c f.), der uns davor bewahrt, die "Vergangenheit" oberflächlich zu „bewälti­gen“, d. h. gewaltsam zu erledigen, zu entsorgen, und uns auch da­vor bewahrt, verantwortungslos und sorglos die Gegenwart hinzu­nehmen, so als gäbe keine Zukunft.

Denn es ist ja nicht bei der Atombombenkatastrophe von Hiroshima und Nagasaki geblieben. Tree Mile Island/Harrisburg (USA, 1979), Tschernobyl (UdSSR, 1986), Fukushima (Japan, 2011) ... – Stationen einer angeblich „friedlich“ sein wollenden Nutzung der Atomenergie – sind die bis in unsere Tage hinein wirkenden und diese fortdauernd belastenden Symbole der für die einzelnen Menschen wie auch für die gesamte Menschheit fortwährend gefährlichen und bedrohlichen militärischen wie auch wirtschaftlichen „Nutzung“ der Atomenergie.

Diese Symbole sind "Steine des Anstoßes" dazu, verantwortlicher zu denken und zu handeln. Das heißt, sich nicht nur von aktuellen, me­dial präsentierten Katastrophenmeldungen „erschüttern“, „berühren“ oder abstumpfen zu lassen, sondern die Wachsamkeit für die dro­hende Gefahr und Gefährdung aufrecht zu erhalten. Es ist eine furchtlose, mutige und ermutigende Wachsamkeit, zu der die Bibel uns beständig aufruft (vgl. Mk 13,33 ff.). Es geht im Evangelium darum, das Heil und das wahre Leben nicht von den Machenschaften der Welt und ihrer Herrschaftsagenturen zu erwarten, sondern zu hö­ren und zu schauen auf Jesus Christus und "Mit Jesus Christus den Menschen nahe sein". Für die Kirche bedeutet dies: Es darf kein „Mi­nister flüsternd den Bischof beim Arm“ nehmen und sagen: „Halt Du sie dumm, ich halt sie arm“ (Reinhard Mey: "Sei wachsam, 1996).

Die Wiener Friedensbewegung erinnert mit ihrem unverzichtbaren Einsatz für Menschenwürde und Frieden auch die christlichen Kir­chen an ihre aktive Mitverantwortung.

Deshalb bin ich dankbar für Ihr unablässiges Engagement und wün­sche dem diesjährigen Hiroshima-Tag wiederum große Teilnahme und Aufmerksamkeit.


Kaplan Franz Sieder
Betriebsseelsorger, Amstetten


Die atomare Bedrohung ist die größte Bedrohung der Menschheit. Für mich ist es schwer verständlich, warum die Politikerinnen und Po­litiker sich nur sehr halbherzig für atomare Abrüstung und letztlich für ein Verschwinden der Atomwaffen einsetzen. Ich begreife es auch schwer, warum der Widerstand von unten so gering ist und die ge­genwärtige Situation zwar nicht gewollt, aber geduldet wird. Ich habe nachgedacht, welche Interessen dahinter stecken, weiterhin einsatz­bereite Atomwaffen zu besitzen. Ich bin zu folgender Analyse ge­kommen:

Der Besitz der Atombombe hängt mit Macht zusammen – Macht über andere Völker. Wenn ich die Atombombe besitze, dann bin ich auch als Staat fast unangreifbar. Niemand würde in Nordkorea, das die Atombombe besitzt, eine Intervention wagen wie es in Libyen ge­schehen ist. Wie sich in den USA viele vor Einbrechern dadurch schützen möchten, dass sie eine Waffe zu Hause haben, so versu­chen sich Staaten durch den Besitz der Atomwaffen zu schützen.

Damit es zu einer wirklich atomaren Abrüstung kommt, müssten die Nationalstaaten ihre Lust und Begierde über andere zu herrschen, aufgeben. Es müsste auch ein anderes „Sicherheitsschloss“ gefun­den werden, das die Nationalstaaten schützt vor Interventionen und potentiellen Einbrechern.

Ich denke, dass das alles erst möglich sein wird, wenn die UNO zu einer Art Weltregierung wird – wenn das nationale Denken zurück­geht und der Nationalismus nicht mehr zelebriert wird. Etwas für die atomare Abrüstung zu tun, heißt mitzuwirken, dass die Grenzen auch in den Gehirnen der Menschen immer mehr verschwinden und die ganze Welt zu einem Volk von Brüdern und Schwestern wird. Präsi­dent John F. Kennedy hat das schon visionär vorausgesehen, wenn er sagt: „Nur miteinander können wir die Welt retten oder miteinander werden wir in den Flammen ihres Brandes untergehen. Aber retten können wir sie und retten müssen wir sie – und damit werden wir uns den ewigen Dank der Menschheit verdienen und als Friedenstifterin­nen und Friedenstifter den ewigen Segen Gottes.“

Ein weiteres großes Hindernis, warum in der atomaren Abrüstung nichts weitergeht, sind die ungerechten kapitalistischen Wirtschafts­strukturen, die sich über die ganze Welt ausbreiten. Die reichen Län­der brauchen die Atombomben, um dieses Unrechtssystem aufrecht erhalten zu können. Die Menschen in den armen Ländern, die Opfer dieses Unrechtssystems sind, werden sich das auf Dauer nicht ge­fallen lassen. Die Vernunft allein müsste uns daher schon sagen, dass Unrechtssysteme nur mit militärischer Gewalt nicht aufrecht er­halten werden können. Wir brauchen ein weltweites Wirtschaftssys­tem, wo nicht mehr Profitmaximierung das vorrangige Ziel ist, son­dern der Mensch. Ohne Gerechtigkeit gibt es keinen dauerhaften Frieden. Ohne weltweite gerechte Wirtschaftsstrukturen wird es auch zu keiner wirklichen atomaren Abrüstung kommen. Wenn Obama am kapitalistischen Unrechtssystem – wo die USA Vorreiter sind – fest­halten will, dann sind seine Worte von einer atomwaffenfreien Welt nur leere Phrasen.


Paul M. Zulehner

Eine alte Weisheit lehrt: Du sollst die Gelegenheit zur Sünde meiden. Mit Atombomben Menschen zu vernichten und die Schöpfung zu verwunden ist eine schwere Sünde. Es gilt, auch die Gelegenheit zu meiden. 2.000 scharfe Atomwaffen sind eine solche Gelegenheit. Es ist höchste Zeit, gestützt auf völkerrechtlich verbindliche Abkommen, auf sie zu verzichten.


Grußbotschaft der Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft vida
zum Hiroshima-Gedenktag 2013


An jedem 6. August kommen Tausende Menschen in Hiroshima zusammen, um in Trauer und Gedenken an die vielen Opfern des ersten Atombombenabwurfs in einem Krieg zu mahnen. Sie halten die Erinnerung an Freunde, Verwandte aber auch an unbekannte Menschen am Leben. Die USA haben um 8.15 Uhr Ortszeit an diesem schrecklichen Tag im Jahr 1945 und kurz vor dem Ende des 2. Weltkriegs ein zerstörerisches Inferno und unsagbares menschliches Leid /aus­gelöst. /

Mit den Menschen in der westjapanischen Stadt Hiroshima zeigen sich jedes Jahr viele hundert­tausende Menschen in der ganzen Welt solidarisch. Ihr Gedenken ist gleichzeitig als Mahnung, Hoffnung und Optimismus zu verstehen. Eine derartige Katastrophe darf nie wieder geschehen.

Heuer jähren sich die Atombomben-Abwürfe auf Hiroshima und Nagasaki bereits zum 68. Mal. Obwohl die schwerwiegenden Folgen für Menschen und Umwelt die Welt in Entsetzen versetzt hat, horten noch immer viele Länder ein zerstörerisches Arsenal an todbringenden Atomwaffen oder versuchen sogar, neue Bomben zu entwickeln. Die atomare Bedrohung ist leider noch immer ein Faktum, mit dem alles Leben auf der Erde mehrfach ausgelöscht werden könnte.

Die Menschheit muss aus den schrecklichen Erfahrungen der Vergangenheit – seien es die Atombombenabwürfe oder verheerende Unfälle in Atomkraftwerken – lernen. Mehr Sicherheit vor der vernichtenden Kraft der Strahlung kann es für uns nur geben, wenn zur Gänze auf umwelt­freundliche Energiegewinnung gesetzt und auf Nuklearwaffenarsenale verzichtet wird. Europa kann und muss hier mit gutem Beispiel vorangehen

Deshalb unterstützt die Gewerkschaft vida die Ziele der Friedensbewegung gegen Krieg und Atomwaffen. Genauso wie die Friedensbewegung sprechen wir uns auch für einen Ausstieg aus der atomaren Energiegewinnung aus. Als Freunde und Partner wünschen wir euch bei eurer Arbeit für den Frieden und die Solidarität viel Erfolg und herzlich alles Gute für die Zukunft.

Gottfried Winkler
Gf. Vorsitzender der Gewerkschaft vida

Wir danken der Gewerkschaft vida
für den Druck dieser Ausgabe des Informationsblattes
der Christinnen und Christen für die Friedensbewegung!!!




Kaplan Franz Sieder
Nationalratswahl – Armut – Steuergerechtigkeit



Die Verantwortlichen der Arbeiterpastoral der Diözese St. Pölten und das Bildungsreferat der Gewerkschaft Niederösterreichs veranstalten jedes Jahr eine dreitägige Sommerakademie, diesmal von 26. bis 28. August in Gaming. Der Inhalt dieser Akademie sind immer hochaktuelle Themen, die sowohl die Kirche als auch die Gewerkschaft berühren.

Sehr aktuell ist natürlich jetzt die Nationalratswahl. Die 40 TeilnehmerInnen des Seminars diskutierten mit den beiden Nationalratsabgeordneten Ulrike Königsberger-Ludwig und Karl Öllinger das Thema: „Arbeitswelt im Parlament“. Es wurde darüber diskutiert, was eine Politik für den sogenannten „kleinen Mann“ ist. Die TeilnehmerInnen waren sich mit den beiden Abgeordneten einig, dass vermögensbezogene Steuern unbedingt notwendig sind und dass eine Politik gemacht werden soll, die die Schere zwischen Arm und Reiche verkleinert und nicht vergrößert. Wir müssen wachsam sein, dass in der Wirtschaftskrise das soziale Netz nicht zerreißt. Eine Politik im Sinn des Evangeliums und der katholischen Soziallehre kann niemals eine Politik für die Reichen sein. Die Politik muss auch wieder mehr Dominanz über die Wirtschaft bekommen.

Ein sehr aktuelles Thema ist auch die Armut – die Armut in Österreich und die Armut weltweit.

Dr.a Michaela Moser von der österreichischen Armutskonferenz hat dazu referiert. Sie sagte, dass es nicht möglich ist über die Armut zu reden, ohne zugleich auch einen Blick auf den Reichtum zu machen. Von Bert Brecht stammt der Satz: „Wärst du nicht reich, wär ich nicht arm“.

Das Armutsproblem in Österreich ist kein Problem, das die Menschen mit dem Hunger bedroht so wie in den Ländern der sogenannten Dritten Welt. In diesen Ländern führt Armut zum Tod von Millionen Menschen. Bei uns führt Armut vor allem zu sozialer Ausgrenzung. Armut soll nicht nur mit Almosen und Caritas bekämpft werden. Die noch wichtigere Armutsbekämpfung ist der Einsatz für gerechtere Weltstrukturen. Ein besonderes Phänomen in den europäischen Staaten sind heute die sogenannten „working poor“. Es sind dies Menschen, die trotz Erwerbsarbeit unter die Armutsgrenze fallen. In Österreich haben die reichsten 5 % der Bevölkerung 47 % des Gesamtvermögens. Weltweit sind in den letzten Jahren die unteren 5 % noch ärmer geworden und die oberen 5 % sind noch reicher geworden. Ein großer Hoffnungsschimmer in der Kirche ist die Linie von Papst Franziskus, der sehr glaubwürdig und engagiert für Armutsbekämpfung ein tritt und der gerechtere Wirtschaftsstrukturen fordert.

Univ. Prof. Dr. Peter Fleissner referierte über Lohn und Steuergerechtigkeit. Durch wissenschaftliche Untersuchungen legte er dar, dass trotz Wirtschaftskrise der Reichtum der Reichen ungeheuer angestiegen ist. Bei den durchschnittlichen LohnempfängerInnen sind die Lohnerhöhungen unter der Inflation geblieben und die Kaufkraft ist dadurch gesunken. Für den arbeitenden Menschen besteht der Kreislauf darin, dass er arbeitet, dafür einen Lohn bekommt und mit dem Lohn das konsumiert, was er unbedingt zu einem menschenwürdigen Leben braucht. Der andere Teil hat einen Kreislauf, wo das Geld akkumuliert und ihn zu unvorstellbarem Reichtum bringt. Das Finanzkapital hat sich auch von der Realwirtschaft abgekoppelt und Menschen werden durch das „Zocken“ reich ohne etwas zu leisten. Wir brauchen eine Strategie für eine solidarische Gesellschaft. Die Geldpumpe darf das Geld nicht vorrangig zu den Reichen pumpen. Wir müssen die Armen und Bedürftigen im Blick haben, aber nicht nur in Österreich sondern weltweit. Weil das Geld in sehr hohem Maß zu den Reichen gepumpt wird, muss es durch Vermögenssteuern zur Allgemeinheit zurückgepumpt werden. Auch die katholische Soziallehre sagt, dass das Gemeinwohl immer Vorrang vor dem Privateigentum hat.

Karl Ebner von der KAB und Franz Sieder von der Betriebsseelsorge zeigten in ihren Statements die Vision vom Bedingungslosen Grundeinkommen und von einem Aufteilen der vorhandenen Arbeit auf – durch eine radikale Arbeitszeitverkürzung – auf. Beides sind noch Visionen und beides ist momentan realpolitisch nicht umsetzbar. Es sind aber Visionen, die bei einem guten Willen umsetzbar sind und die unsere Gesellschaft menschlicher ungerechter machen würden. Es sind auch Visionen, für die sich sowohl die Vertreter der Kirche als auch die Vertreter der Gewerkschaft erwärmen können.



Termine

Ökumenische Gottesdienste im Karl-Marx-Hof

finden jeweils um 10:00 Uhr in den Räumen des PensionistInnenclubs, Eingang Grinzinger Straße, Ecke Heiligenstädter Straße statt: Sonntag, 6. Oktober, 3. November, 1. Dezember (Adventkranzweihe)


KAB Vesper

Die Vesper der Katholischen ArbeitnehmerInnenbewegung St. Pölten findet jeden letzten Sonntag im Monat um 20:00 Uhr im Jugendhaus Schacherhof in Seitenstetten (Bezirk Amstetten) statt.


Pax Christi Tirol

Stammtisch im Haus der Begegnung, Innsbruck „Friede – Gerechtigkeit – Schöpfung“, jeweils am letzten Donnerstag im Monat um 19:00 Uhr


Wir sind Kirche

Donnerstagsgebete für Reformen in der Katholischen Kirche:
Do., 10. Okt., 19:00 Uhr, Pfarre Maria Hietzing, 1130 Wien, Am Platz 1, Thema: Imagine
Do., 7. Nov., 19:15 Uhr, Donaucitykirche, 1220 Wien, Donaucitystraße 2, Thema: Hoffnung
 Lainzer Kreis , So., 15. Sep., 15:00 Uhr, Hildegard Goss-Mayr : Wie können wir innerhalb der Kirche zur Einmütigkeit finden? Kardinal König-Haus, 1130 Wien, Lainzer Straße 138
Theologisches Gespräch, Di., 22. Okt., 19:00 Uhr: Entstehung, Leben und Ziele der verborgenen Kirche in der Slowakei , Pfarre St. Gertrud, 1180Wien, Währinger Str. 95


ACUS Oberösterreich

Mittwoch, 18. Sep., 18:30 Uhr, „ Was kann Politik heute bewirken? Kann Politik heute noch etwas bewirken? Alles was wir bewirken ist Politik!?“ Diskussion mit Gesundheitsminister Alois Stöger und Betriebspfarrer Mag. Johann Gruber, Cardijn-Haus, Kapuzinerstraße 49, Linz


Die Friedensinitiative 22

trifft sich immer am zweiten Dienstag im Monat um 19:00 Uhr in der Donaucitykirche, 1220 Wien, Donaucitystr. 2, U1 Kaisermühlen-VIC:
Dienstag, 10. Sep., 19:00 Uhr: „ Wieviel Sicherheit braucht der Friede – zivile und militärische Näherungen zur österr. Sicherheitsstrategie, Dr. Thomas Roithner, Maga. Eva Huber (Friedensforschungsinstitut Schlaining)
Dienstag, 8. Okt., 19:00 Uhr: „ Afrika in Wien – auf schwarzen Spuren von gestern bis heute“, Dr. Walter Sauer (SADOCC)
Dienstag, 12. Nov., 19:00 Uhr, „Noch nicht zu alt, um mich zu empören“ Lieder und Gedichte zum 25. Todestag von Erich Fried mit Ernst Toman
Dienstag, 10. Dez., 19:00 Uhr: Bericht über die Sommerakademie der Friedensburg Schlaining: Flucht und Migration – von Grenzen, Ängsten und Zukunftschancen“, Alois Reisenbichler


Evangelische Akademie
Mi., 9. Okt., 18:30 Uhr Christlich-Marxistischer Arbeitskreis, Albert Schweitzer-Haus, 1090Wien, Schwarzspa­nierstraße 13


SADOCC
Do., 19. Sep., 19:00 Uhr, Horst Kleinschmidt (Kapstadt): Ein Jahr nach Marikana, Wachsende Ungleichheit zwischen Arm und Reich in Südafrika , der SADOCC-Bibliothek, 1040 Wien, Favoritenstr. 38/Stiege18/1

Solidar-Werkstatt
Dienstag, 24. Sep., 19:00 Uhr, Buchpräsentation „ Denn der Menschheit drohen Kriege – Neutralität contra EU-Großmachtswahn“ mit Thomas Roithner (Friedensforschungsinstitut Schlaining) und Gerald Oberansmayr (Solidar-Werkstatt), Amerlinghaus, 1070Wien, Stiftgasse 8. Das neue Buch der Solidarwerkstatt kann unter office@solidarwerkstatt.at <mailto:office@solidarwerkstatt.at>, Tel. 0732 771094 bestellt werden. www.werkstatt.or.at <http://www.werkstatt.or.at>


Refugee Protest Demo in Wien: Kein Mensch ist illegal

Freitag, 20. Sep., 16:00 Uhr, Omafuma-Denkmal, Museumsquartier

Multikulturelles Straßenfest in Simmering
Sa., 28. Sep., ab 15:00 Uhr, vor dem CentrOnce – Stadtteilzentrum Simmering, 1110 Schneidergasse 15 (U3 Zippererstraße, Straßenbahn 71 Molitorgasse)

 Vorarlberger Termine
Do., 24. Okt., 19:30 Uhr, Buchpräsentation „Austrofaschismus , mit Emmerich Talos, Landesbibliothek, Fluherstraße 4, 6900 Bregenz
Fr., 8. Nov. 2013, 19:30 Uhr, „Dass wir in Bregenz waren, darüber haben wir geschwiegen…“ ZwangsarbeiterInnen 1939 – 1945 im Raum Bregenz, Theater KOSMOS Bregenz, Eintritt Euro 7,--
Di., 12. Nov. 2013, 19.30 Uhr, Wie aus Nachbarn Feinde werden, Historiker Meinrad Pichler spricht im Gedenken an die Novemberpogrome 1938, Evangelischer Gemeindesaal Bregenz, Kosmus-Jenny-Straße

Internationaler Versöhnungsbund

Fr., 20. Sep., 18:30 Uhr, Demokratie in der Falle des kleineren Übels - Mahatma Gandhi und Martin Luther King als Zeugen, Herwig Büchele und Anton Pelinka diskutieren über ihre Bücher, 1130 Kardinal König-Platz 3
Mo., 30. Sep., 18:00 Uhr, Hildegard Goss-Mayr, Friedenslobby beim II. Vatikanischen Konzil , Kardinal-König-Haus, 1130 Kard. König-Platz 3
15. – 17. November, 100 Jahre Arbeit für den Frieden , 100 Jahre Internationaler Versöhnungsbund, Dreijahrestagung des Internationalen Versöhnungsbundes, österreichischer Zweig, Kolpinghaus, Althanstr. 51, 1090 Wien
Sa., 23. Nov., 10:00 Uhr Religion – Hindernis für den Frieden, oder… ?! Beiträge von Religionen zum israelisch-palästinensischen Konflikt und seiner gewaltfreien Bearbeitung, Informations- und Vernetzungstreffen (tagsüber) und Podiumdiskussion um 18:00 Uhr mitMarc Ellis (jüdischer Theologe, USA), Mustafa Abu Sway (muslimischer Theologe, Jerusalem), Martha Tonsern (KAIROS Palestine, Bethlehem), Josef Windischer (EAPPI Österreich, Pax Christi), Albert Schweitzer-Haus, 1090 Wien, Schwarzspanierstraße 13.

Infos: www.versoehnungsbund.at <http://www.versoehnungsbund.at>


Weltfriedenstag am Sa., 21. September

Innsbruck: Aktion von 16:00 Uhr bis 20:30 Uhr auf der Maria Theresien- Straße, mit SängerInnen und Tanzgruppen
Salzburg: Kino am Vorabend, Fr. 20.09. , 19:30 Uhr „Part Time Kings“, Mozartkino, Kaigasse 33; Sa., 21.09. 16:00 Uhr – 18:00 Uhr Aktion beim „Friedensbaum“ (Linde) im Hellbrunner Park (freier Eintritt)


ACUS Bundeskongress am 2. / 3. November im Stift Melk

„Globale Verantwortung: Dem Kapitalismus in die Speichen fallen“, Fr., 2.11. 14:00 Uhr Generalversammlung, ab 15:00 Uhr Bundeskongress, mit Barbara Blaha, Balazs Nemeth, Barbara Rauchwarter, Margit Appel, Trautl Brandstaller, Leo Gabriel, Fr. Karl Helmreich, Georg Kovarik, Infos www.acus.at <http://www.acus.at>acus@aon.at <mailto:acus@aon.at>


Kritische Literaturtage KRILIT

finden vom Fr. 8.bis So., 11. November in der Brunnenpassage, 1160 Wien, Brunnengasse 71 Yppenplatz statt. Es gibt wieder einen Friedensstand. Infos: http://krilit.wordpress.com/info/

E-Mail: //friedenschristinnen@gmx.at/ <mailto:friedenschristinnen@gmx.at>//

///Friedensbüro: //pax.vienna@chello.at/ <mailto:pax.vienna@chello.at>//


 

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Offenlegung nach § 25 Mediengesetz: EigentümerIn: 100 % Verein "Unterstützungsausschuss zur Förderung der Österreichischen Friedensbewegung". Blattlinie: Die Zeitung ist Organ des oben ge­nannten Vereines. Sie tritt in ihren Artikeln für Frieden, Abrüstung, Völkerverständigung und soziale Gerechtigkeit ein. Diese Zeitschrift ist eine Plattform für den Dialog zu aktuellen Fragen der Frie­denspolitik.

/Das „Informationsblatt der Christinnen und Christen für die Friedens­bewegung“ erscheint unter dem Zeitungstitel „Betrifft Frieden“ – Re­daktion und Adressverwaltung bleiben eigenständig.
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