2015-1-Maerz 2015

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BETRIFFT FRIEDEN Nr. 1 / 2015
Informationsblatt der Christinnen u. Christen für die Friedensbewegung - Nr. 1/2015


Liebe Friedensfreundin, lieber Friedensfreund,

das nächste Treffen findet am
Sonntag, dem 8. März 2015 in der Evang. Pfarrgemeinde H.B. Wien-West,
1150 Wien, Schwegler Straße 39 (U3 „Schwegler Straße“) statt.

Das Treffen beginnt um 14:30 Uhr.
Dipl.-Ing. Tarafa Baghajati, Obmann der "Initiative muslimische ÖsterreicherInnen" und Co-Vorsitzender der "Plattform Christen und Muslime" spricht um 16:00 Uhr über „Muslime und der Islam unter Generalverdacht – was dagegen tun?“ .


Aus dem Inhalt:
Jakob Deibl: Von „Je suis Charlie“ zur Selbstreflexion
Adalbert Krims: Wir brauchen keinen „Kampf der Kulturen“
Walter L. Buder: Hildegard Goss-Mayr - Gewaltfrei für Frieden in Gerechtigkeit
Landau nach Irak-Besuch: Eine Million Kinder auf der Flucht




Jakob Deibl
Von „Je suis Charlie“ zur Selbstreflexion


Wenn die Bestürzung über den Anschlag von Paris nicht zur Heuchelei und bloßen Phrase werden will, muss sie (selbst-)kritische Fragen stellen. Sechs Anregungen.

Der schreckliche Anschlag auf das Satiremagazin Charlie Hebdo löste eine Welle der Betroffenheit aus, die einerseits Solidarität mit den Opfern zum Ausdruck brachte und andererseits als ein klares Bekenntnis zu Demokratie, Meinungs- und Pressefreiheit, kurz den Werten der Aufklärung, verstanden werden sollte. Zur Aufklärung gehört einerseits die objektivierende Reflexion, die systematisch nach Begründungszusammenhängen fragt (Was sind die Ursachen des Anschlages? Was waren die Motive der Täter …), andererseits aber auch die Selbstreflexion, die radikal den eigenen Standpunkt infrage stellt. Die Bestürzung muss nun auch zur Selbstreflexion führen, wenn sie nicht zur Heuchelei werden will. Die folgenden Zeilen versuchen einige mögliche Fragerichtungen anzuzeigen.

„Wir sind Charlie“ und „Wir sind Kaiser“

1. Das Attentat wurde binnen kurzer Zeit zu einem medialen Ereignis, das vor allem eine Botschaft transportierte: „Je suis Charlie“ bzw. „We are Charlie“. Diese Solidaritätskundgebung ist beeindruckend, aber ambivalent. Mit nur einem Klick auf Facebook ist es möglich, auf der Seite der „Guten“ zu stehen. Der niedrige Preis dafür lässt befürchten, dass die Solidarität folgenlos bleibt. Mit derselben Formulierung werden ganz andere, banale Formen der Kollektiv-Identifizierung betrieben: „Wir sind Papst“, „Wir sind Kaiser“, „Wir sind die meiste Musik“ …

Die Kultur der Aufklärung beruht darauf, dass jede und jeder einen unverwechselbaren Namen trägt, der eine unvertretbare Singularität zum Ausdruck bringt. Die Ermordeten sind nicht ersetzbar, wir können – und das ist die Tragik – nicht an ihre Stelle treten. Sie bleiben zurück als Lücke, als Fehlende, und als solchen ist ihnen die Treue zu halten. Darüber hinaus ist große Zurückhaltung geboten bei der „Einfühlung“ und Identifizierung mit Opfern – wir stehen eben nicht an ihrer Stelle.

Die kollektive Identifizierung mit Charlie läuft Gefahr, die eigentliche Problematik zu verbergen, die uns der Anschlag bewusst machen kann: unsere Ratlosigkeit im Umgang mit dem Anderen, dem Fremden, den Andersgläubigen und ihren Sorgen und Nöten, mit dem, womit wir uns gerade nicht identifizieren können. Die unendliche Mühe beginnt dann, wenn wir uns der Frage aussetzen, wie wir das anerkennen können, was wir nicht sind und was in unsere Lebenskonzepte nicht integrierbar ist.

2. Die Verteidigung demokratischer Werte, die eine wichtige Reaktion auf den Anschlag darstellte, wird zur Heuchelei, wenn sie nicht mit der Frage verbunden ist, wie die Möglichkeiten der Partizipation an den demokratischen Instrumenten und der medialen Öffentlichkeit tatsächlich aussehen: Wie kommen Muslime in den Medien vor? Warum gibt es noch immer keine Sprecherinnen der Hauptnachrichten mit Kopftuch? Wo werden Migrantinnen und Migranten als mitgestaltende Kraft in der Gesellschaft sichtbar? Wie viele Menschen, die irgendwelchen so genannten „Randgruppen“ angehören, sind auf den Kandidatenlisten der politischen Parteien zu finden? Wäre es nicht ein Zeichen der Anerkennung, wenn der Songcontest 2015 von Österreicherinnen mit albanischer, bosnischer oder türkischer Herkunft moderiert würde? Wäre es nicht denkbar, dass bei den nächsten Bischofsernennungen im deutschsprachigen Raum einer der vielen hier wirkenden nigerianischen Priester zum Zug käme?

3. Der Anschlag auf Charlie Hebdo löste nicht zuletzt deshalb so große Aufmerksamkeit aus, weil er in einer der Hauptstädte Europas erfolgte und gegen wesentliche europäische Errungenschaften gerichtet war. Die sofort einsetzende Verteidigung universaler Grundwerte droht jedoch eurozentristisch zu bleiben. Dass zur selben Zeit, als sich die Tragödie von Paris zutrug, Boko Haram die nordnigerianische Stadt Baga stürmte und dabei 2000 Menschen ermordete, fand deutlich weniger Beachtung. Die sich daran anschließenden Aufrufe der Präsidenten von Nigeria und Kamerun um internationale Hilfe gegen Boko Haram haben in Europa kaum Gehör gefunden. Das Morden der Terrorsekte, die im Begriff ist, ein Kalifat zu errichten und deren Name „Bildung ist Sünde“ bedeutet, dient nicht allein territorialen Ansprüchen, sondern tritt bewusst gegen die Werte der Aufklärung an.

Selbstzensur bei Recherche?

4. Nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo gab es von Seiten der Medien eine deutliche Absage an Formen der Selbstzensur. Kritische und satirische Berichte dürften nicht der Angst vor radikalen Reaktionen zum Opfer fallen. Dieses Bekenntnis droht dann zur Heuchelei zu werden, wenn die Medien nicht beginnen, die Finanzströme zu untersuchen, die den organisierten internationalen Terror erst ermöglichen. Welche Selbstzensur verhindert es zu fragen, welche Staaten und Konzerne direkt oder indirekt in die großen Terrormaschinerien verwickelt sind?

5. Die Alternative lautet nicht religiöser Fundamentalismus versus säkulare Moderne, denn der gegenwärtige Fundamentalismus ist ein Phänomen der Moderne. Daraus ergeben sich zwei Fragen: Politik muss sich der Frage stellen, ob der Terror lediglich einer Beleidigung religiöser Gefühle entspringt oder sich in dieser Gekränktheit nicht vielmehr die vielfältigen westlichen Demütigungen afrikanischer und arabischer Staaten in der Kolonial- und Nachkolonialzeit kanalisieren. Die Frage an die Religionen – und zwar an alle – lautet, wie sie selbst aus ihren Quellen Potentiale gegen Radikalisierung und Fundamentalismus aufbieten können.

6. Von Kierkegaard, der leidenschaftlich um die Religion ringt, könnten die Glaubensgemeinschaften gegenüber Satire jene Gelassenheit lernen, die darum weiß, „wie außerordentlich dumm es ist, das Christentum zu verteidigen […], indem es das Christentum zu einem so kümmerlichen Dinge macht, das am Ende gerettet werden könnte durch eine Verteidigung. […] Wer es verteidigt, der hat nie daran geglaubt.“ Das gilt für alle Religionen in gleicher Weise.

Dr. Jakob Deibl ist Benediktiner (Stift Melk) und Fundamentaltheologe an der Universität Wien. Dieser Beitrag ist in der katholischen Wochenzeitung „Die Furche“ Nr. 3/2015 www.furche.at und in der Zeitschrift Kritisches Christentum Nr. 384/385 www.akc.at erschienen.



Adalbert Krims
Wir brauchen keinen „Kampf der Kulturen“


Der US-Politologe Samuel Huntington prophezeite nach dem Ende des „Kalten Krieges“ einen neuen Konflikt, und zwar zwischen dem Westen einerseits sowie dem islamischen (und dem chinesischen) Kulturraum andererseits, wobei dies zu einem Dritten Weltkrieg führen könnte. Ausführlich stellte er seine These in einem 1996 erschienenen Buch „Kampf der Kulturen“ dar. Obwohl Huntingtons Theorie von vielen Wissenschaftern widerlegt wurde, fühlt man sich heute – insbesondere im Zusammenhang mit der Diskussion nach den Pariser Mordanschlägen – wieder daran erinnert. Natürlich war es ein schrecklicher Terrorakt – aber es gibt fast täglich irgendwo auf der Welt Anschläge mit mehr Opfern und selbst in Europa gab es mehrere mit noch mehr Toten (zuletzt 77 durch den Islamhasser Anders Breivik in Norwegen 2011).

Die Hochstilisierung als „Angriff auf die Werte der freien Welt und auf alles, was uns lieb und teuer ist, wie die Freiheit der Presse und der Meinungsäußerung“ (Angela Merkel) sowie der Opfer zu „Märtyrern der Meinungsfreiheit“ (symbolisiert auch durch die millionenfache Identifikation mit dem Satireblatt: „Ich bin Charlie“) ist aber eine medial inszenierte Übertreibung, die letztlich nur den Zielen der Täter dient, die sich ja als „Gotteskämpfer“ und „Märtyrer“ betrachtet haben, die die Gesellschaft spalten und dabei ein Maximum an Furcht und Schrecken verbreiten wollten. Genau das haben sie erreicht

Dass die europäischen Innenminister gleich Forderungen nach (beinahe militärischer) Aufrüstung der Polizei, Vorratsdatenspeicherung (also flächendeckender Überwachung aller BürgerInnen), Verschärfung von Einreise- und Asylbestimmungen etc. erheben, können die Attentäter noch posthum als Erfolg für sich verbuchen (übrigens: alle drei Attentäter sind weder aus dem Ausland eingereist, noch hatten sie Asyl beantragt – und sie waren ohnehin polizeibekannt. Außerdem: die Redaktion stand seit Jahren unter Polizeischutz.) Wie auch schon in der Vergangenheit dient der „Kampf gegen den Terrorismus“ auch jetzt wieder als wohlfeile Begründung für den Abbau demokratischer Rechte. Unter der Flagge der „Sicherheit“ und des „Schutzes der Freiheit“ wird genau diese Freiheit eingeschränkt.

Dass nun ausgerechnet „Charlie Hebdo“ nicht nur von der französischen, sondern praktisch von allen europäischen Regierungen zum Symbol der Meinungsfreiheit, ja der (westlichen) Freiheit überhaupt gemacht wird, ist beinahe schon grotesk. Denn lange Zeit war das Satireblatt allen französischen Regierungen ein Dorn im Auge, wandte es sich doch ursprünglich gegen die Mächtigen (inkl. der katholischen Kirche). Erst in den letzten Jahren schwenkte „Charlie Hebdo“ auf „Islamkritik“ um, was böse Zungen mit dem Verkaufsrückgang und der schlechten finanziellen Lage der Zeitschrift in Zusammenhang brachten. Durch vulgäre Mohammed-Karikaturen und eine generelle Verächtlichmachung des Islams und dadurch ausgelöste Proteste und Drohungen von Islamisten erregte „Charlie“ in den letzten Jahren öfters Aufmerksamkeit. Die Zeitschrift hat mit Bildern und Texten dazu beigetragen, dass der Hass auf Muslime mittlerweile bis in linke Kreise hinein „zum guten Ton“ gehört. In dem von Abgeordneten der deutschen Linken herausgegebenen Internet-Magazin „Marx21“ heißt es dazu: „Die Journalisten von ‘Charlie Hebdo’ haben oft darauf hingewiesen, dass sie keineswegs nur den Islam, sondern ebenso das Christentum und andere Religionen kritisieren und sich über sie lustig machen. Doch damit verkennen sie, dass der Islam, anders als das Christentum, in Frankreich die Religion einer unterdrückten Minderheit ist. Die Kritik an ihm wird seit Jahren missbraucht, um rassistische Vorurteile gegen Menschen aus Afrika, dem Nahen Osten und andere Migranten zu verbreiten.“

Genau das ist auch der Punkt, wo der in letzter Zeit sehr oft zitierte Satz von Kurt Tucholsky nicht greift: „Was darf Satire? Alles!“ Abgesehen davon, dass Tucholsky „darf“ und nicht „soll“ oder „muss“ geschrieben hat, hat er Satire als Kritik an den herrschenden Zuständen und damit den Herrschenden gesehen. Aber nach seinem Verständnis tritt Satire nicht nach unten! Dazu kommt, dass das Tucholsky-Zitat vom Jänner 1919 stammt – also lange bevor Satire und Karikatur von den Nationalsozialisten gezielt für ihre Hetze gegen die Juden eingesetzt wurden. „Damals hat die NSDAP mit ähnlichen Argumenten, die heute gegen den Islam verwendet werden, gegen das Judentum gehetzt. Es gelang den Nazis auch durch antisemitische Karikaturen, den Glauben an den gefährlichen Charakter des ‘weltweiten Judentums’ weit in bürgerliche Kreise zu tragen. Das war die Grundlage dafür, später Juden verprügeln, durch die Straßen treiben oder ermorden zu können, ohne dass es einen massenhaften Aufstand gegeben hätte.“ (Marx21).

Aufgrund dieser historischen Erfahrung gibt es heute richtigerweise eine gesellschaftliche Sensibilität in Bezug auf Antisemitismus. Daher sind auch antisemitische Karikaturen geächtet und kaum jemand würde diesbezüglich die Berufung auf die „Meinungsfreiheit“ akzeptieren. Über diese unterschiedlichen Standards sollte auch nachgedacht werden, ohne gleich nach Zensur zu rufen oder gar Gewalt oder Mord zu rechtfertigen oder zu relativieren. Aber wenn man sich auf die „westlichen Werte“ beruft, so gehören dazu vor allem auch der gesellschaftliche Zusammenhalt, der gegenseitige Respekt und die Achtung vor der Würde aller Menschen. Was wir jedenfalls nicht brauchen, ist ein „Kampf der Kulturen“ und schon gar nicht die Anwendung von Gewalt.

Dieser Artikel ist in der Zeitschrift Kritisches Christentum Nr. 384/385 www.akc.at erschienen.



Walter L. Buder
Hildegard Goss-Mayr: Gewaltfrei für Frieden in Gerechtigkeit


Sie zählt zu den großen Töchtern Österreichs. Ihr Leben ist eine wunderbare Predigt, aber sie gehört zu den Stillen im Lande. Mit Sicherheit ist sie eine Prophetin, aber sie gilt wenig in ihrer Heimat. Ihre Klugheit und kreative Intelligenz, ihre Tapferkeit und ihr Wagemut sind tausendfach bewiesen. In den historischen Umwälzungen der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts sind ihre Spuren erkennbar. Ihr Name wird mit Bertha von Suttner, Mahatma Gandhi, Martin Luther King in einem Atemzug genannt. Vor kurzem feierte sie ihr 85. Wiegenfest. Eine bescheidene Geburtstagsadresse für Dr.in Hildegard Goss-Mayr.

Hildegard Goss-Mayr ist im Jänner 1930 in Wien als viertes von fünf Kindern in eine katholische Familie geboren worden. Als Kind begegnet sie dem Faschismus. Sie studierte Sprachen, Geschichte, Philosophie und einige Semester katholische Theologie – doch die Gewaltlosigkeit in Theorie und Praxis bestimmte ihr Leben. Im katholischen Glauben verwurzelt, bezeugt sie – Apostelin der Gewaltlosigkeit in der Nachfolge Jesu – die gewaltfreie Liebe Gottes und den grenzenlosen Respekt vor jedem Leben, selbst jenem des „Feindes“.

Durch die Jahre

In historischen Ereignissen der letzten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts hat sie Spuren hinterlassen. Angefangen von der tatkräftigen „Entfeindung“(1) in den Spannungen des Kalten Krieges und der Unterstützung des Kampfes gegen den Kolonialismus bis zur „Peace-Lobby“ beim 2. Vatikanum, wo sie – mit der Zähigkeit und Treue einer Hebamme – entscheidenden Durchbrüchen in Fragen des Interreligiosität und des Friedens den Weg bereitet hat.

„Die sanfte, junge Frau verschaffte sich Gehör bei den Konzilsvätern und sympathisiert mit den weltweiten Bewegungen für gewaltfreie Revolution. Mit ihrer Verletzlichkeit steht sie vor politischen Führern und fordert volle Aufmerksamkeit – und bekommt sie auch“, erzählt ihr langjähriger, amerikanischer Freund und Mitstreiter John Dear. „Hildegard ist eine der überragendsten Lehrerinnen gewaltfreien Handelns unserer Zeit. Sie ist eine Pionierin, Trainerin und Visionärin und hat der Menschheit einen neuen Weg eröffnet … Ihr Platz in der Geschichte wird bedeutsam werden so wie ihre wegweisende Rolle im Aufbau einer friedfertigen Zukunft entdeckt werden wird“, liest man in der 2009 in den USA erschienenen Biographie von Richard Deats.

Widerstehen

Die Zwölfjährige wird mit ihren Mitschülerinnen zum Empfang des „GröFaZ“ an die Wiener Ringstraße geführt. Zehntausende jubeln dem „aufrecht im Auto stehenden, kleinen Mann“ zu. Das Mädchen aber verweigert dem vieltausendstimmigen „Heil Hitler“ ihre Stimme und sich dem „deutschen Gruß“ anzuschließen.

„Ich spürte eine ungeheure Macht auf mich zukommen, die alle mit sich riss und ich wusste: ‚Du musst widerstehen, du darfst dich nicht erfassen lassen, du hebst die Hand nicht, auch wenn sie dich lynchen!‘“(2) Dieses Erlebnis und die damit verbundene Erfahrung der Begegnung mit der Macht des Bösen, die durch Menschen wirkt, zeichnen ihr weiteres Leben aus.

Gezeichnet fürs Leben

Während die Bomben fallen auf Wien, entscheidet Hildegard, ihr Leben der Gewaltlosigkeit zu widmen und dem allgegenwärtigen Hass wie dem Geist der Rache, dem Bösen zu entsagen und die guten Kräfte des Lebens zu suchen. Über die Strategien des Gewaltverzichtes hinaus, war ihr die „Botschaft von der universalen Liebe in der Selbsthingabe Jesu, die entscheidende Inspiration“ für den gewaltfreien Weg, der sie ab 1953 als „Reisesekretärin“ des Versöhnungsbundes um den Globus führt. Das erste Ziel ist Polen, von wo aus sie in fast jedes andere kommunistische Land kam – immer unter Beobachtung und gefährlich nahe dem Spiel der Macht – wo sie unverzagt den Weg des gewaltlosen Widerstandes und der Versöhnung lehrt und trainiert.

Friedens-Lobby

Beim 2. Vatikanischen Konzil (1962 eröffnet) führte sie eine „Friedenslobby“ an, der z.B. Dorothy Day, Jim Douglass, Gordon Zahn und Eileen Egan angehörten. Diese Leute haben gefastet und es gab Treffen mit Bischöfen, sie konzipierten Dokumente und Eingaben. Kurz: Sie taten, was sie konnten, um sicherzustellen, dass die Kirche weder Krieg noch nukleare Aufrüstung unterstützte. Die harte Arbeit war nicht ganz umsonst: Das Konzil stimmte zu, die Bombardierung der Zivilbevölkerung und von Städten zu verurteilen und die herrschende Lehre vom „gerechten Krieg“ ist gefallen.

In diese Zeit fällt auch der Anfang der gewaltfreien Arbeit in Lateinamerika. Hildegard Goss-Mayr trifft Camilo Torres, den christlichen Revolutionär der ersten Stunde in Lateinamerika. Mit Jean Goss führte sie Trainings durch und gemeinsam überzeugen sie Dom Helder Camara für die gewaltfreie Friedensarbeit. „Würde mir der Friedensnobelpreis verliehen“, sagte der führende „Katakombenbischof“ des 2. Vatikanums einmal, „gäbe ich ihn an Hildegard und Jean Goss-Mayr weiter“.

In den 1970ern begegnen sie in Argentinien Adolfo Perez-Esquivel. Er war von der Junta verhaftet, eingesperrt und gefoltert worden - und Hildegard und Jean führten die schließlich erfolgreichen Kampagnen zu seiner Befreiung. Im Jahr darauf wurde Perez-Esquivel mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. In einer Reihe von Seminaren und Aktionen konnte der Weg der gewaltfreien, sozialen Revolution in Lateinamerika Gestalt annehmen.

Weite Horizonte

Die 1980er-Jahre sahen das Ende der Marcos-Diktatur auf den Philippinen. Tausende von Nonnen, Aktivist/innen, Mönchen und Priestern wurden in der Theorie und Praxis gewaltfreien Handelns geschult und trainiert. Ihre Basisarbeit trug Früchte. Es entstand eine vom Volk getragene Befreiungsbewegung, die dem Marcos-Regie den Garaus machte – in nur drei Tagen! Die seither so genannte „Rosenkranzrevolution“ des Volkes der Philippinen ist ein leuchtender Meilenstein der gewaltfreien Bewegung.

Für den großen Kontemplativen der Friedensbewegung, den Intellektuellen und Trappistenmönch Thomas Merton, ist „Hildegard Goss-Mayr eine Kandidatin für die Heiligsprechung“. Und die Nobelpreisträgerin Mairead Corrigan-Maguire schreibt über sie: „Wo immer sie auch hinging und was sie tat, sie war in tiefer Solidarität mit dem Volk verbunden. Sie teilte ihren Glauben und die Wahrheit, dass Töten nicht dem Geist wahrer Liebe entsprechen kann, dass alle Religionen zusammenstehen und diese Wahrheit bekennen können: Jedes menschliche Wesen ist geheiligt und der Geist Gottes lebt in allen Frauen und Männern.“ Selbst Menschen, „deren Ansicht sie nicht teilte“, weiß die Nobelpreisträgerin, „war sie in tiefem Respekt und Achtung für ihren Standpunkt verbunden“.

Nahe Zukunft

Hildegard Goss-Mayr ist auch in ihrem 86. Lebensjahr von einem unverzagten Realismus gezeichnet. „Leider sind wir immer noch viel zu wenige“, sagt sie den engagierten Friedensradfahrer/innen, die im Sommer 2014 von Wien nach Konstanz aufbrechen. „Doch wir wissen, dass wir in ein weltumspannendes Netz von Friedensengagierten eingebunden sind. In der Vergangenheit wie auch heute, waren und sind es diese Kräfte, die den Absturz in die Selbstzerstörung verhindern und dem gigantischen Machtpotential des vorherrschenden Wirtschafts- und Finanzsystems zum Trotz – beharrlich, ausdauernd und mutig – an einer geschwisterlichen Welt bauen, in der alle eine Heimat haben.“ So ist es. Die Gratulant/innen bedanken sich, von Herzen, und hoffen sehr auf noch manchen bestärkenden Zuspruch!

Anmerkungen:
(1) Richard Deats, Marked for Life. The Story of Hildegard Goss-Mayr. New City Press 2009. 152 Seiten. ISBN: 978-1-5654-8309-5
(2) Hildegard Goss-Mayr, Wie Feinde Freunde werden. LIT Verlag 2008: 186 Seiten: ISBN 978-3-7000-0812-5


Aus: KirchenBlatt Nr. 6 vom 5. Februar 2015,
http://www.kath-kirche-vorarlberg.at/organisation/kirchenblatt/aktuelle-ausgabe




Landau nach Irak-Besuch: Eine Million Kinder auf der Flucht

Allein im Irak sind mehr als 2,1 Millionen Menschen vor der Terrormiliz IS auf der Flucht. Über fünf Millionen Menschen sind landesweit auf Hilfe angewiesen. Die hohe Zahl der Binnenflüchtlinge ist kaum noch bewältigbar, denn zusätzlich muss das Land auch noch mehr als 235.000 syrische Flüchtlinge versorgen. Auf diese dramatischen Zahlen hat Caritaspräsident Michael Landau gegenüber "Kathpress" hingewiesen. "Mehr als eine Million der Binnenflüchtlinge im Irak sind Kinder", so der Caritaspräsident, der eben von einem Lokalaugenschein vor Ort in Erbil, der Hauptstadt der autonomen Region Kurdistan im Norden des Landes, zurückgekehrt ist. Allein in Kurdistan lebten 900.000 Binnenflüchtlinge, berichtete Landau.

Der Caritaspräsident besuchte in und um Erbil Flüchtlingslager und Hilfseinrichtungen der lokalen Caritaspartner: "Gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation 'Un Ponte Per/UPP' erreichen wir rund 100.000 Binnenflüchtlinge im Irak, um sie mit dem notwendigsten wie Lebensmittel und Hygieneartikel zu versorgen", sagte Landau.

Nur rund ein Zehntel der Flüchtlinge lebe in Camps, besonders problematisch sei die Situation vor allem für 670.000 Menschen, die in alten oder nicht fertiggestellten Gebäuden, informellen Camps, Kirchen, Moscheen oder Schulgebäuden Unterkunft gesucht hätten. Er rechne mit einem weiteren Anstieg an Flüchtlingen, so Landau. Zudem sei der Winter in Kurdistan noch lange nicht vorüber. "Vielen Menschen fehlt es nach wie vor an winterfesten Unterkünften und entsprechender Kleidung. Weitere Hilfe ist dringend nötig, vor allem für die Kinder", so Landau.

Psychologische Betreuung könnte helfen

Neben akuter Nothilfe unterstützt die Caritas auch Schulprojekte und psychologische Hilfe für Kinder. Fast alle Kinder und ihre Eltern seien traumatisiert. Viele würden an Depressionen, Schlafstörungen und Angstattacken leiden, so Landau.

Der Caritaspräsident berichtete von einer Schule in der Stadt Ankawa bei Erbil. Von rund 600 Flüchtlingskindern, die hier zusätzlich zu rund 1.600 regulären Kindern unterrichtet werden, hätten 90 Prozent Morde, Kämpfe und Entführungen selbst gesehen. Der Schulbesuch und eine begleitende psychologische Betreuung können den Kindern helfen, "ein Gefühl von Normalität und Sicherheit zurück zu bekommen", so Landau.

Einhaltung der Menschenrechte sei gefordert

Während die Flüchtlinge in den von den Kurden kontrollierten Gebieten wenigstens notdürftig versorgt werden können, sind die derzeit etwa 3,6 Millionen Personen in von den IS-Milizen kontrollierten Regionen fast völlig von der Außenwelt abgeschnitten. Als humanitäre Organisation setze sich die Caritas hier für die Einhaltung des internationalen humanitären Rechts ein, so Landau.

Den Zugang zu der betroffenen Bevölkerung nannte er "ein Recht, dass von allen Konfliktparteien zu jeder Zeit gewahrt werden" müsse. Im vergangenen Jahr sei es dabei auch zu gravierenden Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen gekommen - nicht nur von Seiten des IS sondern auch von anderen bewaffneten Gruppierungen und Milizen.

Hilfe ist eine Frage des Wollens

Landau bekräftigte gegenüber "Kathpress" zudem seine Forderung an die österreichische Regierung nach einer sofortigen Aufstockung des Auslandskatastrophenfonds von fünf auf 20 Millionen Euro, wie im Regierungsprogramm vorgeschrieben. Die Aufstockung sei "eine Frage des Wollens, nicht des Könnens, die Mittel sind da", so Landau. (Kathpress, 23.02.2015)



Termine & Infos


„Eine brave Kirche ist nicht die Kirche Jesu Christi“

Dieser Titel einer Broschüre des Treffpunkts Mensch und Arbeit, der Betriebsseelsorge Oberösterreich ist typisch für den unermüdlich engagierten Betriebsseelsorger und langjährigen Vorsitzenden der Aktionsgemeinschaft ChristInnen für die Friedensbewegung Kaplan Franz Sieder, dessen Predigten zum Schwerpunkt Arbeitswelt hier veröffentlich sind.

Die Solidarwerkstatt Linz hat den dritten Band „GEGEN DEN STROM - Politische Predigten & Reden von Franz Sieder“ herausgegeben. „Er setzt sich intensiv für die Integration von MigrantInnen, für benachteiligte Familien, für die Abschaffung der Atomwaffen und für die Abrüstung der Rüstungsindustrie ein. Sein Mitgefühl gilt besonders den Arbeitslosen, den Akkord- und FließbandarbeiterInnen, die Menschen, die wenig verdienen und den Lehrlingen. Legendär ist auch sein Einsatz für den arbeitsfreien Sonntag“, schreibt Herausgeberin Maria Honsig in ihrem Vorwort.

Eine brave Kirche ist nicht die Kirche Jesu Christi, Broschüre, erhältlich um 2 Euro plus Versandkosten bei Kaplan Franz Sieder, 3300 Amstetten, Dammstraße 36 oder Mail an friedenschristinnen@gmx.at

Maria Honsig, Gerald Oberansmayr, Gegen den Strom, Politische Predigten und Reden von Franz Sieder, Band 3, erhältlich um 17 Euro (inkl. Versand) bei der Solidarwerkstatt Linz, 4020 Linz, Waltherstraße 15, office@guernica-verlag.at


Weltuntergangsuhr: Nur noch drei Minuten vor Zwölf
IPPNW: WissenschaftlerInnen mahnen zu Recht


Der Vorstand der weltrenommierten Zeitschrift „Bulletin of Atomic Scientists“ (BAS) hat die sogenannte Weltuntergangsuhr (Doomsday Clock) neu gestellt: Es ist jetzt drei Minuten vor Zwölf. Das letzte Mal, dass die Gefahr eines Weltuntergangs so hoch eingeschätzt wurde, war 1984 – als die Beziehung zwischen den beiden Supermächten USA und Sowjetunion einen Tiefpunkt erreicht hatte. Die Begründung der Uhrumstellung: Der Klimawandel und das neue atomare Wettrüsten bedrohen das Leben auf der Erde in einem neuen Ausmaß.

Die Kombination von Klimawandel auf der einen Seite und massiven Programmen zur Atomwaffenmodernisierung und einem Stillstand in der Abrüstung auf der anderen Seite, erhöhten die Wahrscheinlichkeit eines Atomkrieges, sagt Kennette Benedict, Geschäftsführerin der BAS gestern Abend bei einer Pressekonferenz in den USA. Sie kritisierte zudem Forderungen nach dem Bau weiterer Atomkraftwerke als vermeintliche Energiequelle mit weniger CO2-Emissionen, weil dadurch die Verbreitung der „Dual-use“-Technologien erhöht werde. „In dem Begründungstext für die Uhrumstellung kritisieren die WissenschaftlerInnen, dass die Atomwaffenmodernisierung ein neues atomares Wettrüsten zur Folge habe. Auch Bürger und Bürgerinnen sollen ihre Entscheidungsträger auffordern, aktiv zu werden, fordert der BAS-Vorstand in seinem Statement. (23.01.2015) Quelle. http://www.ippnw.de/


Lange Nacht der Kirchen am 29. Mai 2015

Die ChristInnen für die Friedensbewegung arbeiten in der Pfarre Emmaus am Wienerberg, 1100 Wien mit, wo die Lange Nacht unter dem Motto „70 Jahre Frieden“ steht. Ein vielfältiges Programm: Ausstellung über das Leben der Eltern eines Gemeindemitgliedes während des Krieges im Fernen Osten, eine Podiumsdiskussion über die „politische und gesellschaftliche Verantwortung von Christinnen und Christen“ sowie Friedenslieder und -texte.
Infos über die Lange Nacht der Kirchen:
http://www.langenachtderkirchen.at/
Homepage der Pfarre Emmaus: http://emmaus.tesarekplatz.at/


Solidarwerkstatt Linz
Donnerstag, 5. März, 19:00 Uhr, Spare bei den Schwächsten, Betroffene berichten, Solidarwerkstatt, 4020 Linz, Waltherstraße 15, Info: http://www.friwe.at/


Weltgebetstag der Frauen am 6. März
„informiert beten – betend handeln“: Solidarität mit den Bahamas, Informationen und alle Termine unter
http://weltgebetstag.at/wgt2015.html


Aktion zum Internationalen Frauentag
Samstag, 7. März, 15:30 Uhr, am Tesarekplatz in Favoriten, u. a. unterstützt von der Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS)


Donaucitykirche: Fahrt zu den Passionsspielen
in Eibesthal am Sonntag, 8. März, Abfahrt 13:30 Uhr, Donaucitykirche, Infos: http://www.donaucitykirche.at/


Die Friedensinitiative 22
trifft sich immer am zweiten Dienstag im Monat um 19:00 Uhr in der Donaucitykirche, 1220 Wien, Donaucitystr. 2, U1 Kaisermühlen-VIC:
Dienstag, 10. März, Dr. Wilfried Garscha (Dokumentationsarchiv des Österr. Widerstands), 1945: Zusammenbruch? Befreiung!
Dienstag, 14. April, Johannes Voggenhuber, US-Globalstrategie bis und unter Obama
Dienstag, 12. Mai, "dass die Welt nicht vergisst" Donaustädter Frauen schreiben zum Zweiten Weltkrieg, dazu Lieder von Heute mit Ernst Toman


Wir sind Kirche
Mittwoch, 11 März 2015, 19:00 Uhr, Richard Potz und Ednan Aslan: Das neue österreichische Islamgesetz im Kontext des österreichischen Religionsrechts, Otto-Mauer-Zentrum / Währinger Straße 2-4 / 1090 Wien
Mittwoch, 25 März, 2015, 19:00 Uhr, Dr. Paul Weitzer spricht über das internationale Projekt "Nuovo Aggiornamento. Vatikanum III – Stimme des Volkes", Pfarre Namen Jesu, Krypta, Schedifkaplatz 3, 1120 Wien
Samstag, 25 April, 2015, 6. ROMARIA – Wallfahrt in Solidarität mit Flüchtlingen, Treffpunkt 08:00 Uhr Pfarrkirche 2320 Schwechat, Hauptplatz 5
Donnerstag, 28. Mai 2015, 19:00 Uhr, Pfarrer Helmut Schüller, „Pfarren mit Zukunft - statt XXL-Gemeinde“, Pfarre Namen Jesu, Pfarrsaal, Schedifkaplatz 3, 1120 Wien,


Pax Christi
Freitag, 13. März, 15.30 Uhr, Johannes Voggenhuber: Europäische Friedensordnung 1945 – 1990 – 2015. 70 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg, 25 Jahre nach dem Kalten Krieg: Wohin geht Europa?
Katholische Hochschulgemeinde, Mengerstraße 23, Linz-Auhof
Am Samstag, 14. März gibt es die Generalversammlung von Pax Christi Österreich, Infos: http://w3.khg.jku.at/pax/blog/


Pfarre Emmaus: Der Wiener Jedermann
Samstag, 14. März, 19:00 Uhr, frei nach Hugo v. Hoffmannstal. Die Theatergruppe "Alxinger Dilettanten" bringt bekannten "jedermann" in einer adaptierten Version, Emmaus am Wienerberg, 1100 Wien, Tesarekplatz 2. Straßenbahn 67.


Katholische Sozialakademie
So., 15. März, 8:30 Uhr, Eine arme Kirche der Armen – arm dran?, Festgottesdienst in der Pfarrkirche Fernitz mit anschließenden Vortrag und Diskussion mit Dr.in Magalena Holztrattner, Pfarre Fernitz, 8072 Fernitz, Schulgasse 10.


Ökumenische Gottesdienste Karl-Marx-Hof
finden jeweils um 10:00 Uhr in den Räumen des PensionistInnenclubs, Eingang Grinzinger Straße, Ecke Heiligenstädter Straße statt: Sonntag, 12. April, 3. Mai, 7. Juni, 28., Juni.


Katholisches Bildungswerk der Pfarre St. Nepomuk
Mi., 18. März, 19.30 Uhr, Amina Bahajati, Im Namen des Islam, Muslime und die Herausforderung des Missbrauchs ihrer Religion durch Terroristen
Mi., 29. April, 19.30 Dr.in Regina Polak Europa – eine Migrationsgesellschaft, Zusammenleben in Verschiedenheit
Nepomuksaal, Rotensterngasse 33-35, 1020 Wien, http://www.pfarre-nepomuk.at/nepweb/nepweb_home.htm


Evangelische Akademie
Mittwoch, 18. März 2015, 19.00 - 21.00 Uhr: Reformation als Herausforderung. Ringvorlesung Eröffnungsveranstaltung: Katechismus als Bildungsprogramm? Bischof Dr. Michael Bünker, Landessuperintendent Mag. Thomas Hennefeld, HR Dr. Christine Mann, Univ.-Prof. Dr. Susanne Heine, Univ.-Prof. Dr. Martin Rothgangel, Univ.-Prof. Dr. Henning, Universität Wien, Senatssaal der Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien
Mittwoch, 6. Mai, 18:30 Uhr, Christlich-Marxistischer Arbeitskreis, Evangelische Akademie, 1090 Wien, Schwarzspanierstraße 13
Infos: http://www.evang-akademie.at/


Bruno Kreisky und die Religiösen SozialistInnen
Bundesminister a.D. Karl Blecha, Präsident des Pensionistenverbandes spricht bei einem Vortrag der Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) über die Geschichte der ACUS, am Donnerstag, 26. März, 19:00 Uhr, SPÖ Döbling, 1190 Wien, Billrothstraße 34.


KAB Vesper
Die Vesper der Katholischen ArbeitnehmerInnenbewegung St. Pölten findet jeden letzten Sonntag im Monat um 19:00 Uhr (Achtung: NEUER Beginn) im Jugendhaus Schacherhof in Seitenstetten (Bezirk Amstetten) statt.


Ostermontag 2015:
Friedensufer & Friedensweg in Bregenz


Der Internationale Bodensee-Friedensweg (Ostermarsch) wird dieses Jahr traditionell am Ostermontag (6. April) in Bregenz ausgerichtet. Der Friedensweg durch die Stadt (Start: 11 Uhr, Bahnhof) ist traditioneller Auftakt zum heuer speziellen Friedensufer in den Seeanlagen. Ein interreligiöses Friedensgebet (14 Uhr) und verschiedene kreative Zugänge zum Thema Frieden bieten unterhaltsame Konfrontation mit dem Motto: Krieg ächten - Frieden schaffen. Davorka Lovrekovic (Präsidentin IFOR -Int. Versöhnungsbund) und Andreas Zumach (UNO-Journalist, Genf) bestreiten die Reden bei der Abschlussmanifestation (15.15 Uhr).


KAB Studientag
Arbeitswelt für Menschen mit Behinderung
Am Samstag, 11. April, 9.00 Uhr im Pfarrzentrum St. Marien, 3300 Amstetten, Südtiroler Straße 1, Referate von Kaplan Franz Sieder, Mag. Michael Svoboda, Ulrike Königsberger-Ludwig, Mag. Andreas Geierlehner, Austausch der Erfahrungen von Betroffenen, Erarbeitung von Forderungen, Homepage: http://kab.dsp.at/


Eine palästinensische Theologie der Hoffnung
stellt Pfarrer Dr. Mitri Raheb am Freitag 17. April 2015 um 19.00 Uhr in der Evangelischen Akademie, 1090 Wien, Schwarzspanierstraße 13, vor. Mitri Raheb ist Palästinenser und Pfarrer an der Weihnachtskirche in Bethlehem, Begründer des internationalen Begegnungszentrums in Bethlehem und Verfasser des Buches „Glaube unter imperialer Macht. Eine palästinensische Theologie der Hoffnung“


Pax Christi Wien
trifft sich wieder am Montag, 20. April 2015 um 18:00 Uhr in der Alten Burse, 1010 Wien, Sonnenfelsgasse 19 (U3 Stubentor).


Friedensstand bei den Kritischen Literaturtagen
von 14. bis 16. Mai 2015 in der Brunnenpassage, Yppenplatz. 1160 Wien, Infos: https://krilit.wordpress.com/


KAB Fußwallfahrt nach Mariazell
20. bis 23. Mai 2015, Abmarsch 20.Mai in Wien Rodaun, 120 km Fußweg nach Mariazell, Infos: http://www.kaboe.at/wien


Friedensstand am Donauinselfest
auf der Gewerkschaftsinsel bei der Gewerkschaft VIDA vom 26. bis 28. Juni 2015 http://www.donauinselfest.at/


Friedensburg Schlaining
Sommerakademie 5. – 10. Juli, Zivilgesellschaft im Konflikt, Vom Gelingen und Scheitern in Krisengebieten
Die diesjährige Sommerakademie an der Friedensburg Schlaining widmet sich der Thematik des zivilgesellschaftlichen Engagements in Krisen und Konflikten. Welche Konzepte und Ideen liegen dem Begriff der Zivilgesellschaft zugrunde? Worin unterscheiden sich einzelne Zugänge in Theorie und Praxis?
Die Sommerakademie 2014 „Gewalt für den Frieden? Vom widersprüchlichen Umgang mit der Rechtfertigung militärischer Intervention“ wird in einem gleichnamigen Tagungsband dokumentiert werden. Infos: http://www.aspr.friedensburg.at/index.php


Hiroshima-Aktionen
für eine Welt ohne Atomwaffen, AKWs und Krieg

am Hiroshima-Tag, Donnerstag, 6. August 2015, ab 18.00 Uhr Aktion am Wiener Stephansplatz, 20:30 Uhr Laternenmarsch
Samstag, 8. August 2015, Melk: 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr, Gedenkaktion in der FußgängerInnenzone Melk
Nagasaki-Gedenktag, Sonntag, 9. August 2015: Wien, 20:00 Uhr, Buddhistische Gedenkzeremonie bei der Friedenspagode, 1020 Wien

E-Mail:
friedenschristinnen@gmx.at
pax.vienna@chello.at


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Impressum: MedieninhaberIn, HerausgeberIn, VerlegerIn: Verein "Unterstützungsausschuss zur Förderung der Österreichischen Friedensbewegung", ZVR-Zahl 223988557, alle: 1170 Wien, Rosensteingasse 69/6. Gestaltung dieser Ausgabe: Andreas Pecha, Alois Reisenbichler, Manfred Sauer. Eigendruck. Offenlegung nach § 25 Mediengesetz: EigentümerIn: 100 % Verein "Unterstützungsausschuss zur Förderung der Österreichischen Friedensbewegung". Blattlinie: Die Zeitung ist Organ des oben genannten Vereines. Sie tritt in ihren Artikeln für Frieden, Abrüstung, Völkerverständigung und soziale Gerechtigkeit ein. Diese Zeitschrift ist eine Plattform für den Dialog zu aktuellen Fragen der Friedenspolitik.

Das „Informationsblatt der Christinnen und Christen für die Friedensbewegung“ erscheint unter dem Zeitungstitel „Betrifft Frieden“ – Redaktion und Adressverwaltung bleiben eigenständig.



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